Ein besonderer Baustein im Qualitätskonzept des Traditionsunternehmens ist die eigene Versuchsbrauerei, eine mit 20 Hektolitern Ausschlagwürze maßstabsgetreue, autarke Abbildung der "großen" Brauerei. Sie wurde bereits 1990 als Fünf-Geräte-Sudwerk in Betrieb genommen. Weltweit ist sie eine der modernsten Einrichtungen dieser Art und in dieser Größe in Deutschland bis heute einzigartig. Hier werden neue Produkte, Optimierungen der Herstellungsprozesse oder Rohstoffzusammensetzungen "vorgetestet". Die Umstellung auf die große Anlage erfolgt erst, wenn sicher ist, dass den hohen Qualitätsansprüchen des Familienunternehmens genüge getan wird.
Während der Produktion werden ebenfalls laufend Proben genommen. Dies erfolgt nach einem umfangreichen Probenahme- und Prüfplan für alle Prozessschritte, der auch eine der Grundlagen für die Zertifizierung nach DIN ISO 9001/2000 ist. Das Labor ist für die chemisch-technische Überwachung des Prozesses zuständig. Hier werden zum Beispiel Extraktwerte, Vergärungsgrade, Alkoholgehalte oder Sauerstoffwerte gemessen. Zu den Qualitätsmerkmalen gehören auch Farbe, Trübung und die Schaumbildung.
Das Wichtigste, der fassfrische Geschmack von Bitburger, wird in der Betriebskontrolle getestet, die für die sensorische und mikrobiologische Überwachung verantwortlich ist. Ein hauseigenes, geschultes Verkostungspanel überprüft regelmäßig, ob das gebraute Bier auch wirklich wie ein echtes Bitburger schmeckt. Zur Objektivierung der Ergebnisse geschieht dies in einem Verkostungslabor, das der DIN-Norm 10962 entspricht.
Eine weitere wichtige Aufgabe der Betriebskontrolle ist der Nachweis von bierschädigenden Mikroorganismen, die z. B. die Haltbarkeit beeinträchtigen können. Dies geschieht sowohl mit der gängigen Standardmethode, der Membranfiltration, als auch mittels PCR (Polymerasekettenreaktion), einer Art "Vaterschaftstest". Das ist eine hochmoderne, aus der Medizintechnik stammende, automatisierte Nachweismethode auf Basis des Erbguts.
In Sachen Entwicklung und Forschung ist das Bitburger-Team ganz vorne mit dabei. Zusammen mit Mitarbeitern anderer deutscher Brauereien bilden sie eine Arbeitsgruppe, die auch mit der Zulieferindustrie zusammenarbeitet. Innerhalb dieser Gruppe hat die Mannschaft von Stettner in punkto Analysenzuverlässigkeit eine Vorreiterposition inne.







