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Ausgewachsene Profis

Der erste Schritt ins Berufsleben ist getan: Marius Lohmer und Johannes Lutsch haben ihre Ausbildung bei Bitburger abgeschlossen. Zeit für einen Rückblick auf die letzten drei Jahre.

Ausbildungsrevue
Es ist ein ganz gewöhnlicher Werktag in der Bitburger Brauerei. Ganz gewöhnlich? Nicht für Marius Lohmer und Johannes Lutsch. Nach drei Lehrjahren dürfen sich die beiden eine kurze und wohlverdiente Auszeit gönnen, um ihre Ausbildungszeit Revue passieren zu lassen. Lutsch ist frisch gebackener Brauer und Mälzer. Lohmer hat gerade seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Bitburger abgeschlossen. „Hast Du Lust, einen kleinen Rundgang durch die Brauerei zu machen?“ fragt Lutsch. „Klar“, freut sich Lohmer. „Aber nur, wenn ich dir nachher ‚mein Revier’ zeigen darf.“ Die beiden laufen über das Brauereigelände zum mächtigen Sudhaus, wo sich in der ersten Etage das gemütliche Braustübchen befindet.

Auf dem Weg zum Vollblutbrauer
Die Ausbildung bei Bitburger begann für die beiden im August 2004. Hier, am Stammtisch des Braustübchens, haben sie sich während der Einführungstage zum ersten Mal getroffen. Drei Jahre sind seither vergangen. Die Azubis sind an ihren Aufgaben gewachsen, aber im Braustübchen scheint die Zeit stillgestanden zu sein. „Es tut gut, mal wieder hier zu sein“, meint Lohmer und schaut sich um. Über dem polierten Holztisch ist das deutsche Reinheitsgebot eingerahmt. „Musstest Du das auswendig lernen?“, fragt Marius Lohmer. „Nein“, schmunzelt Johannes Lutsch, „ein echter Brauer hat das Reinheitsgebot im Blut.“

Schon mal mit Hefe geduscht?
Ob sich die beiden noch an ihren ersten Tag bei Bitburger erinnern? „Es ging gleich richtig ans Eingemachte“, meint Lohmer. „Von wegen: der Azubi muss sich erst mal als Kaffeekocher, Kopierer oder Aktenvernichter beweisen – das habe ich zum Glück nie erlebt. Ich war sofort mittendrin.“ „War bei mir genauso“, sagt Lutsch. „Ich wurde vom ersten Tag an ernst genommen. Spätestens nach meiner Hefedusche.“ Was das ist? „Das passiert wohl jedem angehende Brauer und Mälzer mal im Laufe seiner Ausbildung“, erklärt Lutsch. „Dazu musst du nur einen Hahn am Brautank zu früh aufdrehen.“ Er könne das mal eben am Lehrsudwerk vorführen …

Üben für den Ernstfall
Johannes Lutsch führt seinen Kollegen zum Lehrsudwerk, das die Auszubildenden seines Jahrgangs vor einem Jahr gemeinsam mit den angehenden Mechatronikern gebaut haben. „Das war echt ein geniales Projekt“, sagt Lutsch. „Wir haben gemeinsam geplant, herumgetüftelt und dabei jede Menge gelernt. Hier kannst du Bier unter realen Bedingungen maischen, läutern und kochen – genau wie unten im Sudhaus.“ Das Brauhandwerk zu lernen, ist bei Bitburger keine Trockenübung. Hier wird schon früh der „Ernstfall“ geprobt – eigenverantwortlich und unter realen Bedingungen. „Übung macht eben den Meister“, weiß Lutsch, „und üben darf hier jeder – auch wenn der Gesellensud nicht immer so schmeckt, wie man’s gerne hätte.“

Malz und Marketing
Marius Lohmer beugt sich über einen der Edelstahlkessel, nimmt ein Körnchen heraus und tippt auf Gerste. „Nein, das ist Malz“, berichtigt Lutsch. Ob der Industriekaufmann auch etwas über das Produkt Bier gelernt hat? „Naja, selbst Bier zu brauen würde mir schon schwer fallen“, gibt Lohmer zu, „aber leere Flaschen einkaufen und volle verkaufen, das könnte ich“. Und umgekehrt? Könnte der ausgebildete Brauer und Mälzer die Tätigkeit des Industriekaufmanns bei Bitburger übernehmen? Johannes Lutsch grinst: „Naja, die vollen Flaschen in der Kneipe zu verkaufen wäre für mich auch kein Problem.“ Mit dem unterschiedlichen Ausbildungsinhalten ergänzen sich Lutsch und Lohmer auf jeden Fall perfekt – und können noch einiges voneinander lernen.

Begehrtes Glück
Dass nicht jeder für sich, sondern alle voneinander lernen – darauf wird bei Bitburger großer Wert gelegt: Die Auszubildenden lernen von den alten Hasen. 43 Auszubildende unterschiedlichster Fachrichtungen sind es derzeit bei Bitburger, in den vergangenen dreißig Jahren waren es knapp 500. Die Lehrstellen bei Bitburger sind begehrt. Probier’s mal. Das dachte sich Marius Lohmer, als er sich bei Bitburger bewarb. „Aber wirklich Chancen ausgerechnet hab ich mir nicht. Umso glücklicher war ich als es geklappt hat.“

Der umworbene Brauer
Auf dem Weg von der Brauerei zum Verwaltungsgebäude hat natürlich Marius Lohmer die Nase vorn. Auch wenn er sich in der Anfangszeit erstmal zurechtfinden musste. „Ich stand öfter mal im falschen Zimmer, weil ich mich schlichtweg verirrt hatte“, berichtet Lohmer. „Bitburger ist eben ein großes Unternehmen.“ Trotzdem hat er sich als Auszubildender nie allein gelassen gefühlt. „Der Umgang miteinander ist sehr persönlich. Hier merkt man, dass Bitburger ein Familienbetrieb ist.“ Lohmer berichtet von den Dreharbeiten zum neuen Werbespot. „Hast du den schon gesehen?“, fragt Lohmer. „Klar“ antwortet Lutsch. „Als ich ihn zum ersten Mal sah, saß ich mit Freunden vor dem Fernseher. Das ist schon toll, wenn man die Drehorte, wie etwa das Sudhaus, aus seinem täglichen Berufsleben kennt. Und ganz besonders freut mich natürlich, dass wir als Brauer darin so viel Aufmerksamkeit bekommen.“

„… Stay a Little Bit Longer“
Beim „Simonbräu“, dem Bitburger Brauereiausschank, trinken Marius Lohmer und Johannes Lutsch noch ein kühles Bitburger, aus den Lautsprechern in der Decke erklingt die Bitburger-Hymne „Why don’t you stay, just a little bit longer…“ Die beiden lachen unvermittelt. Sie werden bei Bitburger bleiben. Auch nach der Ausbildung. Lohmer macht ein BA-Studium für Betriebswirtschaftslehre – er wird künftig zwischen Bitburg und Berlin pendeln. Lutsch arbeitet in der Filtration und träumt davon, irgendwann Braumeister zu sein.

 
 

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