Ein Bitburger kommt selten allein.
In den 1940er-Jahren geht Hermann Thielgen mit den Fahrern jeden Abend nach getaner Arbeit ins nahe Gasthaus Reuter. Eine fröhliche Stammtischrunde. Leni, die Serviererin aus dem Landkreis Prüm kommt an den Tisch und nimmt die Bestellung auf. Es ist ihr erster Arbeitstag im Gasthaus. Und bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Ein paar Jahre später heiraten Leni und Hermann Thielgen. Trotzdem bleibt Thielgen „in zweiter Ehe“ der Brauerei verbunden. „Für meinen Vater war die Arbeit stets mehr als ein Beruf“, erzählt Franz-Josef Thielgen. „Er schaute auch samstags nach den Fahrzeugen, schließlich wohnten wir ja nicht weit von der Brauerei weg.“ Neben seiner eigentlichen Beschäftigung in der Kfz-Werkstatt lieferte er oft auch selbst Bier aus. „Manchmal durfte ich sogar mitfahren“, sagt Thielgen: „Am liebsten die kurze Strecke bis zum Zöglingsheim Helenenberg, wo ich vom Pater bei jeder Fahrt einen Cola-Lutscher bekam. Oder die lange Tour bis ins Allgäu: Mit den alten Büssing-Kühlwagen und 50 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit waren wir da gut eine Woche unterwegs.“