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Einblicke 03/2008

Gläserne Produktion
Die Herstellung der neuen Premium-Flasche

Ein Premium-Produkt gehört in eine Premium-Flasche. Die neue 0,5 Liter-Flasche von Bitburger ist einzigartig wie ihr wertvoller Inhalt: schlank, griffig, anmutig. Hergestellt wird die neue Flasche im Essener Werk der Saint-Gobain Oberland AG, einem jahrzehntelangen Partner der Brauerei.

                

Aus Alt mach Neu

Glas ist ein ganz besonderes, weil ewig währendes Material. Jede neue Flasche findet ihren Ursprung im Recycling-Glas, dem wichtigsten Rohstoff für die Herstellung. Aus ihm kann immer wieder neues Glas produziert werden. Quarzsand, Kalkstein, Soda, Dolomit und Feldspat gesellen sich dazu – das ist das Rezept des idealen Gebindes für das Bier. Werner Grollmann, Verkaufsleiter in Essen: „Glas ist ein absolut undurchlässiger Stoff. Einmal geschmolzen, nimmt es nichts auf und gibt nichts ab. Auch nach tausend Jahren nicht.“ So lange brauchen die Glasstücke in Essen nicht zu warten: Schon rollt der nächste Frontlader heran und bringt eine Fuhre zur Glasschmelze.

 

So heiß wie ein Vulkan

Das Gemenge, so nennen die Fachleute die Rohstoff-Mixtur für das neue Glas, gelangt nun über eine Einlegemaschine Schub für Schub in die Schmelzwanne. Hier herrschen enorme Temperaturen: Fast 1.600 Grad ist die „Glas-Lava“ heiß – und so gleißend hell, dass man nach kurzer Zeit den Blick vom Sichtschacht abwenden muss. In der Luft ringsherum herrscht trockene Hitze wie in einer Sauna. Für die Mitarbeiter bedeutet das Tag für Tag Arbeiten unter extremen Bedingungen. Äußerste Sicherheit ist deshalb oberstes Gebot bei Saint-Gobain Oberland: Allein in Essen werden täglich, in 24-Stunden-Produktion, bis zu 1.000 Tonnen Glas geschmolzen.

 

In Form gebracht

Nach 18 bis 20 Stunden in der Schmelze gelangt der heiße Glasstrom zur Formung. Hell strahlende Glastropfen fallen hier in hoher Geschwindigkeit herab in die Formungsmaschine – ein beeindruckendes Lichterspiel! 300 Flaschen pro Minute werden an den zwölf Stationen der Maschine produziert. Das geschieht in zwei Schritten: In der Vorformung erhält das flüssige Glas eine Kegelform. Hier wird bereits die Mündung der Glasflasche geprägt. In der Fertigform wird der Glaskegel zum Hohlkörper ausgeblasen und hat nun die markante Form der neuen Bitburger Premium-Flasche. Rotbraun leuchtend, werden sie auf ein Förderband gestellt. Zum Greifen nah, sind sie jedoch mit größter Vorsicht zu behandeln – am „heißen Ende“, so nennt sich dieser Abschnitt, beträgt ihre Temperatur immer noch bis zu 700 Grad!

 

Abkühlen in Zeitlupe

Ab geht es in den so genannten Kühlofen. Der Name ist nur scheinbar widersprüchlich: Denn ganz langsam muss den Flaschen die hohe Temperatur entzogen werden. Nach einer Dreiviertelstunde verlassen sie den Ofen am „kalten Ende“. Eine Schutzschicht wird aufgesprüht, damit sie beim Aneinanderreiben während des Weitertransports nicht verkratzen. Die braun gebrannten Bitburger Premium-Flaschen bahnen sich jetzt ihren Weg zur Qualitätssicherung: Blasen oder Einschlüsse von Fremdkörpern im Glas müssen erkannt werden. Sie könnten Spannungen auslösen und das Glas bersten lassen. Auch die Wölbung der Flasche, ihre Wandstärke und Symmetrie, der Boden und die Mündung werden genauestens überprüft. Was den höchsten Qualitätsansprüchen nicht genügt, muss eine Ehrenrunde drehen und wird wieder eingeschmolzen.

 

Schlanke Schönheiten

Tausende Flaschen reihen sich nun für die Palettierung ein. Zurzeit werden pro Woche rund zwei Millionen Bitburger Premium-Flaschen produziert. Und jede einzelne von ihnen ist ein kleines Kunstwerk. Die im deutschen Biermarkt einzigartige Formgebung mit einer leichten Taillierung verleiht ihnen einen schlanken, anmutigen Körper und eine besonders gute Griffigkeit. Der bekannte und geschätzte Slogan „Bitte ein Bit“, 1951 von Dr. Theobald Simon eingeführt, ziert die neuen Halbliterflaschen als Relief. Zudem konnten 50 Gramm Glas eingespart werden, nur 320 Gramm wiegen die neuen Flaschen. Eine Glasreduktion, die gut ist für die Umwelt – und für den Endkunden: Eine Halbliterkiste Bitburger Premium Pils ist nun ein ganzes Kilo leichter!

 

Auf nach Bitburg!

Genau 1.904 neue Bitburger Premium-Flaschen werden in sieben Lagen auf einer Palette gestapelt und mit einer Schutzverpackung umkleidet. Über ihre Erzeugnisnummer und das Etikett auf der Palette ist jede einzelne Flasche genauestens rückverfolgbar – auch das im Dienste ständiger Qualitätsüberwachung. Nur zwei Stunden durchschnittlich verweilt momentan das Neuglas in der Verladehalle von Saint-Gobain Oberland: 120 LKW-Ladungen pro Tag müssen auf die Straße nach Bitburg gebracht werden – denn schließlich soll ab September 2008 jeder sein Bitburger in gewohnter Premium-Qualität aus der neuen Bitburger Premium-Flasche genießen dürfen!