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Einblicke 03/2008

Papier fürs Bier

Der Karton rund um Bitburger

 

Gut aussehen soll sie, stabil und widerstandsfähig sein, dabei leicht zu öffnen und ökologisch zu recyceln. Auch an seine Verpackungen stellt Bitburger höchste Ansprüche in punkto Qualität. In der Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik am Fuße des Harzes hat die Braugruppe dafür einen kompetenten Partner gefunden.

 

Die Physik macht´s

Alles beginnt mit mannshohen Ballen aus gepresstem Altpapier. Zerrissene Zeitschriften, zerknitterte Werbeprospekte, komplett mit Drähten verschnürt. Das ist der Rohstoff, aus dem später die bunten, attraktiven Kartons für Bitburger Pils gemacht werden. Noch ist es ein weiter Weg dahin. Er führt zunächst direkt hinein in den „Pulper“, einen mächtigen, mehrere Meter hohen Bottich aus Edelstahl. Hier wird das bunte Papiergewirr mit Wasser vermischt und dann – genau wie in einem Küchenmixer – in Drehung versetzt. Dabei lösen sich die Fasern voneinander, Fremdkörper wie Plastik werden hier durch die Zentrifugalkraft ausgesondert. Chemie ist dafür nicht nötig, die Physik macht’s ganz allein.

 

Wasser marsch

Wenn aus Altpapier später hochwertige Verpackungen werden sollen, muss das Material wieder zurück zu seinen Ursprüngen: zurück zur Faser. Darum wird die graue Masse, die den Pulper nun verlässt, in der sogenannten „Mahlung“ in die Fasern vereinzelt. Ein gleichmäßiges „Püree“ entsteht, das durch reichlich Wasser in Bewegung gehalten werden muss. Andernfalls klumpt und klebt es, wird im Handumdrehen steinhart.

Das Wasser liefert die Sieber, ein kleines, kristallklares Bergflüsschen, wie es typisch für den Harz ist. Nach Gebrauch wird es durch die fabrikeigene Abwasser-Reinigungsanlage vollständig gesäubert und dem Flusslauf wieder zugeführt – Smurfit Kappa Herzberg steht, genau wie Bitburger, in allen Schritten der Produktion für schonenden und zeitgemäßen Rohstoffeinsatz.

 

Faser für Faser

Schrittweise werden die vereinzelten Papierfasern nun in der Kartonmaschine wieder miteinander verbunden. Die „KM1“, wie sie kurz genannt wird, ist eine beeindruckende Produktionsanlage: Ihre Länge von 165 Metern entspricht anderthalb Fußballfeldern. Hier wird die neue Pappe aufgebaut: Auf ein rotierendes Filzband wird das Papier-„Püree“ aufgesprüht, trocknet an und verfilzt dabei Faser für Faser zu einem zusammenhängenden Kartonmaterial. Das geschieht in rasender Geschwindigkeit und ebenso rasch läuft die noch feuchte Papierbahn anschließend in die Trockenpartie. Zum ersten Mal kann jetzt auch ein Laie erahnen, dass das Endprodukt dieser ausgeklügelten Produktionslinie Pappe sein wird.

 

In die Mangel genommen

Das Wasser hat seinen Zweck erfüllt: Hitze muss es aus den Fasern verdampfen lassen. Dazu windet sich die Papierbahn durch ein Labyrinth von Trockenzylindern – eine gigantische Heißmangel. So wird der Wasseranteil in der Pappe von rund fünfzig auf etwa acht Prozent gesenkt. Genau richtig für den folgenden Produktionsschritt: das „Streichen“. Dabei werden Pigmente und Bindemittel wie eine Art Feinputz aufgetragen, was aus einer rustikal-faserigen Oberfläche eine glatte und gleichmäßige Deckschicht macht. Denn nur darauf leuchten die Bitburger Farben, das Grün und das Gold, die das Premium Pils unverkennbar machen, am schönsten. Abschließend trocknet das nun fertige Rohmaterial einen halben Tag, bis es dann auch fürs Auge attraktiv gemacht wird.

 

Jetzt wird’s bunt

Damit auch Bitburger darauf steht, wo Bitburger drin ist, kommt Farbe ins Spiel. In der hauseigenen Druckerei der Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik strahlt es aus Töpfen und Eimern in allen Farben des Sonnenspektrums. Bis zu sechs Farbschichten werden in den Offset-Maschinen aufgetragen, bis das frische Bitburger Pils auf dem Karton leuchtet. Die Güte des Druckes unterliegt dabei ständig der genauen Kontrolle speziell qualifizierter Mitarbeiter. Sie achten darauf, dass Farben nicht ineinander laufen und sich korrekt im Druckraster auf dem Karton mischen, um das Bitburger Pils im Foto genau so aussehen zu lassen, wie es der Pils-Kenner gewohnt ist.

 

In bester Form

Kartons für Bitburger Produkte müssen im Alltag eine Menge leisten: Handlich zu transportieren und äußerst strapazierfähig sollen sie sein, damit der wertvolle Inhalt optimal geschützt wird. Daheim will der Genießer dann das widerstandsfähige Paket allerdings bequem und leicht öffnen können. Dass das gelingt, liegt an der Präzisionsarbeit der hochmodernen Stanzmaschinen. Diese bringen die Bögen exakt  in Form, eine wahre Millimeterarbeit. Eigens angefertigte Stanzwerkzeuge – echte Unikate – schneiden die bedruckte Vollpappe in bunte Rohlinge. Fertig sind die „Bausätze“ der Flaschenkartons, die nun ihre Reise in die Brauerei antreten.

 

Ein Stück Harz in der Eifel

Damit das Verpacken in Bitburg – das Falten, Befüllen und Verschließen - reibungslos abläuft, baut die Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik auch gleich die passenden Verpackungsmaschinen. In der Eifel stehen zwei Anlagen aus dem Harz: Die „hv-TopBox“ und die „hv-BoxPack“ befüllen in der Brauerei Kartons aus Herzberg mit Einwegflaschen Bitburger Premium Pils – so werden vor Ort Qualitäten verbunden. Und durch Verbundenheit zeichnet sich auch die Zusammenarbeit der beiden Firmen aus, wie Ralf Degenhardt, Key Accounter der Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik, bestätigt: „Mit der Bitburger Brauerei arbeiten wir seit vielen Jahren partnerschaftlich zusammen. Uns eint eben der gleiche hohe Anspruch!“

 
 

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