Bitburger Magazin
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Menschen hinter Glas
Die Entwickler der Flasche im Interview

 

Sie haben den Entwurf zur neuen Bitburger Premium Flasche geliefert: die Agentur Ropelius. Marke und Design., die von der Agentur plx unterstützt wurde. Aber wie kamen die Kreativen auf diese neue Flaschenform? Wie entwickelten sie scheinbar aus dem Nichts ein neues Design? Geschäftsführer Tom Leistenschneider und Art Direktorin Andrea Lindenberg von Ropelius. verraten gemeinsam mit den plx-Geschäftsführern Ämilios Grohmann und André Kieker, wie die neue Bitburger Premium Flasche entstanden ist.

 

 

Was waren Ihre Vorgaben für die Entwicklung der neuen Bitburger Premium Flasche?

 

Tom Leistenschneider: Die wohl wichtigste Vorgabe war, dass das neue Design den Premium-Charakter von Bitburger widerspiegeln sollte. Wir wollten eine komplett eigene Formensprache finden, die zur Marke passt.

 

Ämilios Grohmann: Und zwar eine Formensprache, die sich in einem ganz neuen Flaschendesign ausdrückt, das mindestens die nächsten zehn Jahre Bestand hat.

 

Andrea Lindenberg: Wir wollten zwar moderner werden, aber vor allem auch zeitlos sein. Und einen echten Sprung nach vorne wagen. Dabei war es genauso wichtig, neben dem optischen Premium-Anspruch zu berücksichtigen, dass die Flasche gut in der Hand liegt. Das ist gerade bei der 0,5-l-Flasche sehr wichtig. Außerdem gab es auch die umweltfreundliche Vorgabe, weniger Glas zu verwenden.

 

Ein neues Design entsteht ja nicht über Nacht. Welche einzelnen Schritte gehörten zur Entwicklung der neuen Bitburger Premium Flasche?

 

Andrea Lindenberg: Zunächst haben wir uns einen Blick über den Markt verschafft. Wir haben uns umgeschaut, was andere Marken machen, welche Trends sich entwickeln, was national, aber auch international passiert. Dabei haben wir uns überall Anregungen geholt, also nicht nur aus der Designwelt der Flaschen, sondern auch aus der Automobilbranche und anderen themenfremden Bereichen. So bekommt man ein Gefühl dafür, was für Modernität, für Premium steht. Dann schwenkte unser Blick zurück auf die Marke Bitburger. Wofür steht diese und wie kann man ihr Potenzial nutzen? Schließlich folgten die ersten, klassischen Handskizzen. Und so kamen wir dem Ziel immer ein Stück näher – in diesem Fall dauerte es knapp ein Jahr.

 

 

Gab es den einen konkreten Moment, in dem das neue Design entstand?

 

Tom Leistenschneider: Nein! Sicherlich gibt es einige wenige Design-Storys, in denen behauptet wird, dass einem Kreativen etwas ganz Großes nebenbei unter der Dusche eingefallen ist. Aber das passiert mehr als selten. Die Design-Entwicklung bedeutet viel harte Arbeit, Trial and Error. So gab es auch bei uns mehrere hundert Skizzen und Formideen, die wir dann wieder miteinander kombinierten, weil uns der Hals vom einen, dafür aber der Bauch vom anderen Entwurf gefielen und so weiter. Wir haben immer wieder zusammen gesessen und geredet, ausprobiert und auch geschaut, wie die Bitburger Premium Flasche vom Skizzenblock eigentlich in natura aussieht. Gerade nach der Produktion von Dummies wurden Favoriten wieder verworfen und andere Formen, die fast aus dem Rennen waren, lagen wieder hoch im Kurs.

 

 

Sie sprachen von mehreren hundert Skizzen. Wie grenzt man diese vielen Ideen denn wieder ein?

 

Tom Leistenschneider: Man muss vor allem öfter über das Ziel hinausschießen, um dann wieder zurückrudern zu können, aber auch um eine neue Erkenntnis zu gewinnen.

 

Ämilios Grohmann: Die Erkenntnis, was man eben nicht will! So kann man immer mehr ausschließen.

 

André Kieker: Irgendwann gab es den Gedanken, den „Bitte ein Bit“-Schriftzug in die Formsprache der ganzen Flasche zu übertragen, das Eckige der Schrift dynamisch herauszuarbeiten. Alles daraus Resultierende wurde hundertfach durchgespielt, verworfen und eingegrenzt. Schließlich ging diese kantige Variante mit elf anderen Dummies in die Marktforschung, wo ausgewählte Bier-Konsumenten sie beurteilten.

 

Und was hat letztlich dazu geführt, dass diese Form Design-Sieger wurde?

 

Tom Leistenschneider: Die Ergebnisse eben dieser Marktforschung! Der jetzige Entwurf war unser Favorit und die befragten Konsumenten haben sich genauso entschieden. Sie haben diese Form gleich neben einem weiteren Entwurf von uns vor allen anderen im Handel bekannten Flaschen als beste Form gewählt. Das ist schon außergewöhnlich, wenn man bedenkt, dass eine komplett neue Formsprache entwickelt wurde und die Befragten das so positiv mittragen. Wir kennen andere Marktforschungen, in denen nicht mal Etikettenänderungen angenommen wurden. Neue Formen – man denke etwa an die Automobilbranche – brauchen oft Zeit.

 

André Kieker: Umso größer ist da das Lob an die neue Bitburger Premium Flasche. Einen völlig neuen Entwurf vor den bestehenden Flaschen-Pool zu platzieren macht schon stolz.

 

Beschreiben Sie die neue Bitburger Premium Flasche in kurzen Worten!

 

Tom Leistenschneider: Sie ist klarer, eindeutiger und kantiger als die der Konkurrenz, puristisch und zeitlos. Wir sind sicher, dass diese eckigen, filigranen Linien in den nächsten zehn Jahren eine große Rolle im Design spielen werden.

 

André Kieker: Die neue Bitburger Flasche ist einfach richtig! Sie ist eigenständig und fasst sich leichter an, als man es von einer 0,5-l-Flasche erwarten würde. Und sie ist umwelt- und kundenfreundlicher! Denn im Gegensatz zur alten Flasche besteht diese aus weniger Glas. Das kommt der Natur zu Gute und freut die Konsumenten beim Tragen des Bitburger-Bier-Kastens – ein Kilo weniger Gewicht macht sich nämlich schon bemerkbar.

 

Andrea Lindenberg: Premium Inhalt hat jetzt auch die perfekte Premium Form gefunden.

 

Ämilios Grohmann: Dann haben wir unser Ziel ja erreicht.

 
 

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