200 Jahre Bitburger

Unsere Brauereigeschichte 

Von der einstigen Landbrauerei zu einer der bedeutendsten Privatbrauereien Deutschlands - Kommen Sie mit auf eine außergewöhnliche Zeitreise und erfahren Sie mehr über die Meilensteine aus 200 Jahren Brauereigeschichte. Ob wichtige Persönlichkeiten, Ereignisse, Entwicklungen oder Entscheidungen: Unsere Online-Chronik, die wöchentlich um neue Beiträge ergänzt wird, gewährt Ihnen einen ganz persönlichen Einblick in unser Familienunternehmen – und hält bis zum Ende des Jubiläumsjahrs 200 Geschichten für Sie bereit.

Geschichte des Tages

02. Nov. 1964
Aus Holzfässern werden Aluminiumfässer

Bis Anfang der 1960er Jahre füllte Bitburger das Bier in Holzfässer ab, die in der brauereieigenen Küferei hergestellt und repariert wurden. Bevor das Bier in die Fässer floss, mussten sie gepicht und auf Dichtigkeit geprüft werden. Bedingt durch die handwerkliche Herstellung unterschieden sich die Fässer oft deutlich in ihrem Füllvolumen, so dass jedes Fass nummeriert und amtlich geeicht werden musste. Ab 1961 ersetzte die Brauerei die bisher verwendeten Holzfässer durch Aluminiumfässer mit einheitlichem Volumen. Dies verbesserte nicht nur die Qualität, sondern vereinfachte auch die Auslieferung und senkte die Frachtkosten.

Aus Holzfässern werden Aluminiumfässer

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1877-1886
1877
1877
Jahresausstoß übersteigt 1.000 Hektoliter

1877 betrug der Jahresausstoß der Brauerei erstmals mehr als 1.000 Hektoliter. 14 Jahre später – im Jahr 1891 – hatte sich der Ausstoß bereits verzehnfacht

1879
1879
Neu, innovativ und eisgekühlt – Bau der Kunstkellerei

Nur drei Jahre nachdem Theobald Simon die Leitung der Brauerei übernahm, ließ er 1879 eine innovative, mit Natureis gekühlte „Kunstkellerei“ errichten. Denn er hatte sich dazu entschieden, untergäriges Bier zu brauen. Diese Brauart machte jedoch eine ganzjährige Kühlung notwendig. Um für die Kunstkellerei fortlaufend das so wichtige Eis liefern zu können, mussten die Brauer im Winter so viel „Natureis“ wie möglich „ernten“. 

1880
15.04.1880
Inbetriebnahme eines neuen, größeren Braukessels

Da der Bierabsatz kontinuierlich stieg, investierte Bitburger in einen neuen Braukessel. Am 15. April 1880 wurde er in Betrieb genommen. Je Sud konnten nun 21 Hektoliter Bayerisch Lager und 16 Hektoliter Wiener Lager hergestellt werden.

1887-1896
1887
1887
Kauf der ersten Bierfilteranlage

1887 kaufte Theobald Simon die erste Bierfilteranlage und erweiterte 1888 erneut die Lagerkapazität.

1888
01.06.1888
Neues städtisches Wasserwerk deckt Wasserbedarf der Brauerei

Die Geschäftsführung des Wasserwerks verpflichtete sich, die Brauerei ab 1. Juni 1888 mit Wasser zu versorgen.

1891
1891
Jahresausstoß steigt auf 10.000 Hektoliter

Der Jahresausstoß der Brauerei stieg auf 10.000 Hektoliter.

1896
August 1896
Sensation in Bitburg: Erste elektrische Lampen

Eine Sensation für Bitburg war es, als im August 1896 abends zum ersten Mal zwei elektrische Bogenlampen, die am Brauereiausschank und am Ladehof der Brauerei angebracht waren, aufleuchteten. Ein Großteil der Bitburger Bevölkerung war auf den Beinen und staunte über das "Wunder".

1896
Modernisierung der Energieanlagen

1896 errichtete die Brauerei ein neues Kesselhaus. Es lag an der Nordostseite des Maschinenhauses und wurde mit einem neuen Zweiflammrohrdampfkessel ausgestattet.

1896
Der Rosenstrauß im Stangeneis

Dank des technischen Fortschritts entwickelten sich auch die Möglichkeiten zur Kühlung weiter. 1896 schaffte die Brauerei eine zweite Dampfmaschine an, um den steigenden Energiebedarf zu decken. Diese machte auch die Einführung und den Betrieb der ersten Ammoniak-Kältemaschinenanlage möglich. Sie kühlte sämtliche Keller – im Sommer wie im Winter – indem sie eine minus zehn Grad kalte Salzsohle durch Kühlrohre pumpte. So konnten alle Gär- und Lagerkeller konstant auf dem gewünschten niedrigen Temperaturniveau gehalten werden. Die neuen Anlagen waren für die Brauerei wichtig und zugleich zukunftsweisend. Planung und Bau machten Theobald Simon letztlich aber so nervös und reizbar, dass er es nicht mehr in Bitburg aushielt. Er wollte sich eine kleine Auszeit nehmen und brach zu einem Erholungsaufenthalt auf. Doch gerade als er startete, kam der neue Maschinenmeister Behl angelaufen. Er überreichte Theobald Simon die erste selbst erzeugte Stange Eis, in die zum Zeichen des Erfolgs ein Rosenstrauß eingefroren war – ganz zur Freude des Brauereibesitzers.

1897-1906
1906
1906
Umstellung auf Dampfkochung

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts standen die Zeichen weiterhin auf Wachstum. So auch im Sudhaus: Die bis dahin übliche direkte Feuerkochung wurde 1906 durch die indirekte Dampfkochung ersetzt.

1917-1926
1919
1919
Neues System zur Fasskontrolle

Theobald Simons Söhne Josef und Bertrand Simon, die die Geschäfte ihres Vaters weiterführten, wurden bereits 1907 zu Teilhabern der Brauerei. Auch sie interessierten sich für technische Neuerungen und arbeiteten selbst an innovativen Ideen und Verbesserungen. 1919 führte Josef ein „Fasskartenkontrollsystem“ ein, um den Rücklauf der ausgelieferten Fässer sicherzustellen. Die handwerklich gefertigten Holzfässer wiesen individuelle Volumen auf. Daher beinhalteten die Karteikarten die spezifische Fassnummer und den eichamtlich festgestellten Inhalt. Mit Stempelaufdruck wurde vermerkt, wann und an wen das Fass ausgeliefert und wieder zurückgekommen war.

1921
1921
Überschreitung der Vorkriegsproduktion

1921 wurde erstmals die Vorkriegsgproduktion überschritten.

1937-1946
1938
1938
Absatzmarke überschreitet 100.000 Hektoliter

Ab Mitte der 1930er Jahre verzeichnete die Bitburger Brauerei eine enorme Nachfrage nach Bitburger Pils, sodass der Betrieb 1938 an seine Kapazitätsgrenze stieß. Die Absatzmarke überschritt erstmals 100.000 Hektoliter.

1957-1966
1958
1958
Ein neues Sudhaus wird errichtet

Unmittelbar nach Kriegsende begannen die Aufräumarbeiten. Nach der Reparatur der Kühlmaschine konnte bereits im August 1945 der erste Sud gebraut werden, vier Jahre später dann wieder vollwertiges Bier. Kurze Zeit darauf startete eine neue Flaschenkellerei mit kombinierter Spül- und Abfüllmaschine. Die Brauerei entwickelte sich rasant weiter. 1958 wurde der Bau eines neuen Sudhauses erforderlich, das im März des Folgejahrs seinen vollen Betrieb aufnahm. Bitburger errichtete das Sudhaus genau dort, wo Johann Peter Wallenborn 1817 die Brauerei gründete. Mit zwei Sudwerken stieg die Jahresproduktion auf 200.000 Hektoliter. Heute ist das inzwischen historische Sudhaus Herzstück der neuen Bitburger Marken-Erlebniswelt.

01.08.1957
Vorbereitungen für Sudhaus-Neubau starten

Im 140. Betriebsjahr begannen die ersten Maßnahmen für das bis dato größte Bauvorhaben in der Geschichte der Bitburger Brauerei - den Neubau des Sudhauses. Zunächst wurden das alte Bürohaus und die alte Flaschenkellerei abgerissen. Im Jahr darauf begannen schließlich die Bauarbeiten für das neue Gebäude.

1964
2.11.1964
Aus Holzfässern werden Aluminiumfässer

Bis Anfang der 1960er Jahre füllte Bitburger das Bier in Holzfässer ab, die in der brauereieigenen Küferei hergestellt und repariert wurden. Bevor das Bier in die Fässer floss, mussten sie gepicht und auf Dichtigkeit geprüft werden. Bedingt durch die handwerkliche Herstellung unterschieden sich die Fässer oft deutlich in ihrem Füllvolumen, so dass jedes Fass nummeriert und amtlich geeicht werden musste. Ab 1961 ersetzte die Brauerei die bisher verwendeten Holzfässer durch Aluminiumfässer mit einheitlichem Volumen. Dies verbesserte nicht nur die Qualität, sondern vereinfachte auch die Auslieferung und senkte die Frachtkosten.

1967-1976
1968
15.01.1968
Richtfest des Tanksilo-Hochhauses

In den Jahren 1966 bis 1969 errichtete die Brauerei zur Lagerung des Bieres ein elfstöckiges Tanksilo für 124 liegende Metalltanks à 760 Hektoliter. Am 15. Januar 1968 konnte Richtfest gefeiert werden. 1969 wurden schließlich der zweite und dritte Block des Tanksilo-Hochhauses fertiggestellt. Das Gebäude hatte damit von der Kellersohle bis zur Aussichtsplattform eine Höhe von 64,4 Metern.

1971
21.06.1971
Spatenstich in Süd

Am 21. Juni 1971 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Braustätte. Nur zwei Jahre später fand die Grundsteinlegung für die Flaschenbierabfüllung statt, die 1974 ihren Betrieb aufnahm. Der Transport des filtrierten Bieres aus der Braustätte Nord erfolgte zunächst im 24-Stunden-Betrieb mittels Containerfahrzeugen über die Bundesstraße.

1973
1973
Erster Großrechner wird in Betrieb genommen

Bitburger hat schon früh erkannt, dass Computer die Prozessabläufe in Unternehmen deutlich effizienter unterstützen und mitgestalten können. Bereits 1973 nahm die Brauerei den ersten Großrechner in Betrieb.

1974
15.10.1974
Inbetriebnahme der neuen Flaschenbierabfüllung in Süd

1971 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Braustätte. Zwei Jahre später fand die Grundsteinlegung für die Flaschenbierabfüllung statt, die am 15.10.1974 ihren Betrieb aufnahm. Der erste Bauabschnitt der neuen Braustätte war damit erfolgreich abgeschlossen.

1974
Umstellung auf Kieselgurtfilter

In der Braustätte Bitburg-Nord wurde die aufwändige Masse- auf eine innovative Kieselgurtfiltration des Bieres umgestellt.

1976
02.02.1976
Inbetriebnahme der zweiten Abfüllstraße in Süd

Nachdem im Jahr 1974 die Flaschenbierabfüllung in der neuen Braustätte in Bitburg-Süd erstmals ihren Betrieb aufnahm, lief am 2. Februar 1978 bereits die zweite Abfüllstraße an. In Bitburg-Nord wurde von nun an nur noch Fassbier abgefüllt.

1977-1986
1977
1977
Erprobung neuer Technik

1977 erfolgten in Bitburg-Nord erste Gärversuche in zwei stehenden Stahltanks à 2.000 Hektoliter. Diese etwa 20 Meter hohen Gefäße mit einem konischen Auslauf zur Befüllung bzw. Entleerung sollten in der neuen Braustätte anstelle der herkömmlichen arbeits- und energieaufwändigen Gärbottiche und liegenden Lagertanks aufgestellt werden. Sie ermöglichten es, die bei der Gärung anfallende Kohlensäure aufzufangen und einer weiteren Verwendung zuzuführen. 

1978
1978
Längste Bier- und Würzeleitung Deutschlands

Im Februar 1978 lief in Süd bereits die zweite Abfüllstraße an, während in Nord von nun an nur noch das Fassbier abgefüllt und verladen wurde. Der Container-Pendelverkehr konnte im selben Jahr durch ein 2,7 Kilometer langes, entlang der Bundesstraße verlegtes Bündel von Leitungen aus einem getränkefreundlichen PE-Kunststoff ersetzt werden. Mit dieser Pipeline wurde unfiltriertes, fertiges Bier sowie gekühlte Würze von der alten zur neuen Braustätte gepumpt.

15.04.1978
Ein neues Sudhaus für die Braustätte Süd

Mit anhaltend steigender Nachfrage stieß die Braustätte in Bitburg-Nord an ihre Kapazitätsgrenzen. Eine neue Braustätte wurde geplant. Den Anfang machte eine neue Flaschenbierabfüllung, die 1974 ihren Betrieb aufnahm. Vier Jahre später, am 15. April 1978, wurde mit den Ausschachtungsarbeiten für das neue Sudhaus begonnen. Im November 1980 fand schließlich die offizielle Einweihung statt.

1980
20.06.1980
Erster Sud im neuen Sudhaus

Das neue Sudhaus in Bitburg-Süd wurde in Rekordzeit errichtet. Bereits am 20. Juni 1980 konnte der erste Sud gebraut werden.

1982
1982
Zusatz „Premium“

Seit 1982 Jahren trägt Bitburger Pils den Zusatz „Premium“, der unter anderem auf seine besondere Qualität und die hohe Bekanntheit verweist.

1982
Ausbau der Braustätte Süd

Die Brauerei investierte in den weiteren Ausbau der Braustätte Süd. 1982 begann der Bau des neuen Anstell-, Gär- und Lagerkellers, der ein Jahr später in Betrieb genommen wurde. Nun waren eine Gärdauer von zwei Wochen und eine Reifezeit von vier Wochen möglich.

1987-1996
1987
1987
Fernwärmeversorgung der Housing

Nachhaltigkeit bei Bitburger: Von 1987 bis Mitte 2016 wurde die Housing, die ehemalige Wohnsiedlung amerikanischer Soldaten, mit Fernwärme aus der Brauerei versorgt.

1990
1990
Versuchsbrauerei setzt Standards

Bitburger investierte in eine eigene Versuchsbrauerei – mit 20 Hektolitern pro Sud zu dieser Zeit die größte ihrer Art in Deutschland. In der autarken, in sich geschlossenen Braustätte werden bis heute neue Anlagen und Verfahren geprüft, Rohstoffe untersucht und Messeinrichtungen getestet, aber auch neue Produkte entwickelt und erprobt. Die Versuchsbrauerei ist heute als Craftwerk Brewing bekannt.

1996-2007
1996
1996
Offizielle Einweihung der eigenen Abwasserreinigungsanlage

Ein weiteres Beispiel für eine nachhaltige Investition ist die unternehmenseigene Abwasserreinigungsanlage, die 1994 in Betrieb ging und zwei Jahre später offiziell eingeweiht wurde. Sie verfügt über eine zusätzliche Vorreinigung und erzeugt hier Biogas, das bis heute zur Deckung des Energiebedarfs der Brauerei eingesetzt wird.

1997-2006
1998
1998
Produktionsverlagerung abgeschlossen

Die Brauerei erweiterte und modernisierte in Bitburg-Süd nach und nach Abfüllanlagen und Sudhauskapazitäten, bis die Produktionsverlagerung 1998 von Nord nach Süd schließlich abgeschlossen war. Damit ging die Bierproduktion in Nord nach über 180 Jahren Braubetrieb zu Ende.

2001
2001
Inbetriebnahme Multipackanlage

Die 2001 in Betrieb genommene neue Abfüllanlage V ist als Multipackanlage ausgelegt, die Gebindeeinheiten von Dreier- bis 24er-Packs erstellt.

2007-2016
2014
2014
Kraft-Wärme-Kopplung zur Eigenstromversorgung

Bitburger nutzt die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung. Für die Eigenstromversorgung der Brauerei ging 2005 das erste rein mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerk in Betrieb, ein zweites, sehr viel größeres, folgte 2014. Heute erzeugt das Unternehmen über 75 Prozent Eigenstrom und erzielt dabei Wirkungsgrade von annähernd 90 Prozent. Damit hat Bitburger das größte Kraft-Wärme-Konzept der Brauindustrie umgesetzt. Das Unternehmen kommt so den Erwartungen der Verbraucher nach, nicht nur ein qualitativ hochwertiges, sondern auch ein möglichst umweltschonendes und nachhaltiges Produkt herzustellen.

2016
2016
Bau einer neuen Flaschenabfüllanlage in Rekordzeit

Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Abfüllanlagen immer wieder gegen neue, modernere Anlagen ausgetauscht, die die Einführung neuer Fässer, Flaschen und Gebinde ermöglichten und gleichzeitig die hohe Qualität der Produkte auf dem aktuellsten Stand der Technik sicherstellten. In einer Rekordzeit von nur 75 Tagen wurde 2016 die bestehende Flaschenabfüllanlage 2 abgebaut, die Halle aufwändig saniert und eine neue, hochmoderne Anlage montiert. 50.000 Flaschen können hier pro Stunde in bis zu vier verschiedene Flaschenformate abgefüllt werden. Neben kürzeren Produktionszeiten und geringeren Kosten erlauben die neuen Anlagen außerdem eine effizientere Produktion mit einem geringeren Wasser- und Energieverbrauch. Damit stellt die kontinuierliche Anlagenmodernisierung nicht nur eine wichtige Investition in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Brauerei dar, sondern sichert gleichzeitig eine ressourcenschonendere Produktion.

Willkommen in der Welt von Bitburger

Als Deutschlands Fassbiermarke Nr. 1 tragen wir Verantwortung und setzen uns für einen gewissenhaften Umgang mit alkoholischen Getränken ein. Die Website Bitburger.de enthält Informationen über Alkohol. Deshalb bitten wir Sie, folgende Frage zu beantworten:

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