Silvester mal anders

Bräuche und Traditionen zum Jahreswechsel

Der Tag zum Jahreswechsel ist bei vielen Deutschen der Countdown zur größten Party des Jahres. Das Pils ist gekühlt, die gebügelten Outfits liegen bereit, die Frisur sitzt und der DJ läuft am Mischpult zu Höchstleistungen auf. Andere lassen es ruhiger angehen und genießen den Jahresausklang mit Raclette, Fondue und Bleigießen oder gemütlichen Gesellschaftsspielen. Auch das obligatorische „Dinner for One“ darf bei vielen nicht fehlen: Der Schwarz-Weiß-Klassiker ist auch nach dem zwanzigsten Ansehen immer noch lustig und absolut Kult.

Und was wäre Silvester ohne ein Feuerwerk … Zum Beginn des neuen Jahres wird es laut und bunt: Böller, Feuerwerksraketen und Knallbonbons – das gehört in Deutschland dazu wie der Trinkspruch „Prosit Neujahr!“, der seinen Ursprung im Lateinischen findet und übersetzt so viel heißt wie „Das neue Jahr möge nützen/etwas bringen“.

Und anderswo?

Aber wie wird das neue Jahr eigentlich in anderen Nationen begrüßt? Teils kuriose und lustige, aber immer traditionelle Bräuche lassen sich in anderen Ländern entdecken. Oder wer hätte gedacht, dass die Farbe der Unterhose an Silvester bedeutend sein kann?

Frankreich – Jahreswechsel in Paris ohne Feuerwerk

Zugegeben, Silvester in Paris klingt romantisch. Wer allerdings glaubt, Eiffelturm, Louvre und Champs-Élysées legen ein Battle des größten Feuerwerks hin, der irrt. Denn: Verkauf und Abfeuern von Feuerwerkskörpern sind in der Stadt der Liebe an Silvester verboten. Grund hierfür sind Schäden an historischen Gebäuden, die einst durch Knallkörper entstanden sind. So ist der Jahreswechsel vor allem ein kulinarisches Fest in der Großstadtmetropole: Bei Gänseleber und Hummer sowie einem Glas Champagner wird bei vielen auf das neue Jahr angestoßen. Eine Feuerwerkalternative an Silvester bietet die Licht- und Lasershow am Eiffelturm. Wer dennoch einmal ein Feuerwerk in Paris erleben möchte, kann dies am französischen Nationalfeiertag tun.

Italien – Neujahrsstart in roter Unterwäsche

In knalligem Rot: So sieht bei vielen Frauen aus Italien und auch Spanien die Unterwäsche in der Silvesternacht aus. Ob BH, Spitzenhöschen oder Liebestöter – alles muss geschenkt und ungetragen sein sowie am 1. Januar weggeworfen werden. Aber warum farbige Schlüpfer zum Neujahrsbeginn? Die roten Dessous sollen Liebe, Glück, Erfolg und Gesundheit bringen. Wer allerdings nicht ans Wegschmeißen denkt, hat Pech – dann verfliegt der Zauber. 

Spanien – zwölf Weintrauben

Extra zum Jahreswechsel bieten Supermärkte in Spanien und Portugal abgezählte Dosen mit zwölf Trauben an. Auch in Italien, Portugal und Argentinien ist diese Sonderabpackung zu finden. Grund hierfür ist ein spezieller Silvesterbrauch, für den sich die Menschen vor allem an öffentlichen Plätzen treffen: Zwölf Trauben werden zum Jahreswechsel verzehrt – jede Traube darf mit einem Wunsch verbunden werden. Die erste Traube ist pünktlich zum Glockenschlag um 24 Uhr dran, die weiteren zu jedem weiteren Schlag. Beim Wünschen, Essen und Zählen ist allerdings Vorsicht geboten, denn wer sich verzählt oder verschluckt, soll laut Aberglauben im neuen Jahr Pech haben.  

Tschechien – Blick in die Zukunft mit halbem Apfel

Wer in Tschechien an Silvester einen Apfel halbiert, interessiert sich dabei ganz speziell für die Anordnung der Apfelkerne: Sternenförmig bedeutet Glück, ein Kreuz sagt Unheil voraus. Auch ein Menü mit Linsen darf bei vielen nicht fehlen, denn nach tschechischer Tradition symbolisieren die Linsen Geld und sollen Wohlstand im neuen Jahr bringen. Auch Amerikaner kochen Linsensuppe und hoffen auf Money, Money, Money.  

Russland – Champagner mit Asche

In Russland wird Silvester erst in der Nacht vom 12. auf den 13. Januar gefeiert. Viele Russen schreiben kurz vor Mitternacht einen Wunsch auf ein Blatt Papier und verbrennen es, um die Asche anschließend in ein Glas Champagner zu geben. Jetzt heißt es schnell sein und das Glas bis Mitternacht austrinken – dann geht der Wunsch in Erfüllung. 

Griechenland – Münze im Brot

Wer zum Jahreswechsel eine Münze in einer Scheibe Brot findet, darf sich in Griechenland freuen: Ihm winkt Glück und Reichtum. Denn dort wird nach einer alten Tradition eine Münze vor dem Backen in den Brotteig gegeben. Ein schöner Brauch, der zum vorsichtigen Abbeißen mahnt – sonst winkt dem Glücklichen gleich ein Besuch beim Zahnarzt.  

Dänemark – Sprung vom Stuhl

Wenn viele Dänen kurz vor 24 Uhr auf die Stühle steigen, dann steht der Jahreswechsel vor der Tür: Punkt Mitternacht und mit dem ersten Uhrenschlag wird vom Stuhl ins neue Jahr gesprungen. Vor der kleinen sportlichen Einlage gibt es Stockfisch, zum Beispiel Dorsch, dazu Aquavit. Das Ansehen der Neujahrsansprache der Königin gehört ebenfalls zur Tradition. 

Polen – Mohn im Schuh

Mohn im Schuh zum Jahreswechsel – für Singlefrauen in Polen ein lustiger Brauch, denn der Mohn soll die zukünftigen Verehrer symbolisieren. Wer auf Nummer sichergehen will, macht den Schuh also schön voll. An Mitternacht öffnen die Polen zudem Fenster und Türen, um die guten Geister ins Haus zu lassen.

Vielleicht habt Ihr ja Lust, den ein oder anderen Brauch in Eure Silvesterparty einzubauen. Was in jedem Fall alle Länder gemeinsam haben: es gibt dort Bitburger, darauf muss also niemand verzichten.

Wenn wir noch außergewöhnliche oder interessante Bräuche anderer Länder oder Regionen vergessen haben, schreibt uns gerne in die Kommentare. 

Euch allen einen tollen Start ins Neue Jahr und alle Gute.

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