Vom Braukessel bis zur Bord-Bar

Mit 15 Jahren begann Rupert Kien eine Kochlehre, acht Jahre später startete seine Kreuzfahrtkarriere, zunächst als Schiffskoch. Als noch einmal 14 Jahre später 2009 das erste TUI Mein Schiff in See sticht, ist er als Küchenchef dabei. Mittlerweile ist Rupert nach eigener Aussage „zur Landseite gewechselt“ und managt als Vice President Food&Beverages der Firma Seachefs alles, was an Bord der TUI Mein Schiff Flotte mit Essen und Trinken zu tun hat. Und das ist eine Menge. 

Über 3.000 Produkte aus dem Bereich Food & Beverages (vom exotischen Gewürz bis zum Fass Bitburger) hat ein Schiff an Bord, wenn es auf Reise geht. Für eine zweiwöchige Reise werden beispielsweise 76.000 Eier, 9.300 kg Mehl und 2.100 kg Zucker benötigt, und das nicht nur, weil Rupert Österreicher ist und Mehlspeisen liebt. An Bord wird nahezu alles frisch hergestellt, inklusive Brot und Pasta. Uns hat natürlich besonders interessiert, wie das Bier an Bord in die durstigen Kehlen kommt. Seit April 2018 ist Bitburger exklusiver Bierpartner von TUI Mein Schiff und somit auf allen Schiffen frisch am Zapfhahn.

Rupert, wie können wir uns die Bierversorgung auf einem Kreuzfahrtschiff vorstellen, da werden sicher keine Fässer gerollt, oder?

Nein, ganz sicher nicht. Das Bitburger wird frisch von hier (Anm. d. Red.: aus unserer Brauerei in Bitburg) nach Hamburg oder Bremen gebracht und von dort zum Hafen, wo es direkt aufs Schiff verladen wird. An Bord haben wir zwei große Verteilerstationen, jeweils auf Deck 2 und 12. Das ist unsere Provision, dort lagern unsere Lebensmittel, die temperatursensiblen natürlich gekühlt. Von der Provision führen gekühlte Zapfleitungen zu unseren Bars und Restaurants. Seit einem knappen Jahr reinigen wir die komplette Zapfanlage vollautomatisch. Das war für uns eine große Investition, aber sie garantiert uns eine hohe Bierqualität und weniger händische Arbeit.

Schmeckt denn das Bier an Bord so frisch wie in meiner Stammkneipe?

Vielleicht sogar noch frischer, denn „je mehr durchläuft, desto besser“ – so lautet eine alte Zapferregel. Das Bier steht bei uns nicht in den Leitungen, es läuft sehr schnell vom Fass ins Glas. Denn Urlauber haben Durst, egal auf welcher Reiseroute.

Ist an Bord das Bier schon einmal ausgegangen?

Das ist noch nie passiert und wird auch nie passieren. Wir kennen unsere Verbräuche sehr genau und auch die minimalen Schwankungen. In der Karibik ist der Bierumsatz naturgemäß höher als auf einer Nordlandfahrt, aber das wissen wir und kalkulieren wir ein.

99,5% unserer Gäste kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, da ist Bier Grundnahrungsmittel. Da gehen wir immer auf Nummer sicher. Der Wechsel zu Bitburger vor fast zwei Jahren kam bei unseren Gästen übrigens sehr gut an. Ihnen schmeckt das Bitburger, es ist frisch gezapft und in ausreichender Menge vorhanden (lacht) und das soll auch so bleiben. Außerdem laden wir ja regelmäßig in den Häfen der Welt nach.

Kaufen Sie da auch frisch ein?

Das kommt vor, sofern die Infrastruktur des Landes diese Mengen liefern kann, ansonsten kommen die Waren per gekühltem Container an. Wir legen zunehmend Wert darauf, kurze Wege zu haben und an der Quelle der Produktion zu kaufen. Das macht nicht nur logistisch Sinn, sondern ist auch nachhaltiger. Obst und Gemüse kaufen wir immer vor Ort, Bier jedoch nicht, da kommt nur Bitburger an Bord. Wir haben auch das alkoholfreie 0,0% im Angebot, aber da ist die Nachfrage nicht vergleichbar (schmunzelt). Die Leute sind halt im Urlaub.

Eine letzte Frage bevor der Dreh beginnt: Sie haben jetzt schon fast zwei Liter Mineralwasser getrunken. Wann kommt das erste Bier?

Da bin ich Profi. Während des Drehs ist ja auch noch eine Verkostung vorgesehen, dafür behalte ich einen klaren Kopf und wenn wir mit allen durch sind, ist die Freude auf ein Bier nochmal größer, zumal ich zum ersten Mal den Braukessel und das Sudhaus gesehen habe, wo es gemacht wurde.

VIELEN DANK und alles Gute für den Dreh

Den vollständigen Film (3min) finden Sie im TUI Cruises Blog hier

2 Kommentare

07.08.2019, 16:21 Uhr Wolfgang Rabe

Bier war bei unseren Reisen mit Mein Schiff immer ausreichend vorhanden, aber auf einer Reise 2016 im östlichen Mittelmeer ist ausgerechnet in Griechenland der Ouzo an allen Bars nicht mehr verfügbar gewesen.

Hat wohl der Lademeister gepennt.

Antworten

08.08.2019, 08:46 Uhr Sabine von Bitburger

@Wolfgang Rabe - da bin ich ja froh, dass der Lademeister offenbar bei Bier nicht geschlafen hat. Ouzo hätte man doch rasch nachladen können :) ---- vor Ort.

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