Azubis bei der Hopfenernte

Sabine Jacobs

30.09.2019 · 4 Min. Lesezeit

Bier von der Pike an

Bis zu sechs Meter ranken sich die hohen Hopfenpflanzen gen Himmel. Ein imposanter Anblick, den es nicht alle Tage zu bestaunen gibt, schließlich wird Hopfen nur in sehr wenigen Gebieten Deutschlands angebaut. Umso erstaunter sind Fabian und Alexander, als sie das erste Mal die Hopfenfelder unseres Hopfenbauern Andreas Dick in Holsthum bei Bitburg im Naturpark Südeifel betreten. Die beiden 21- und 22-Jährigen haben gerade ihre Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Bitburger Brauerei angefangen und dürfen gleich zu Beginn ihrer Lehrzeit hautnah miterleben, wie unser grünes Gold, der Bitburger Siegelhopfen, geerntet und weiterverarbeitet wird. 

Dieser Exkurs ist für unsere Auszubildenden ein fester Bestandteil ihrer Lehre und soll ihnen die Rohstoffe in ihrer ursprünglichsten Form näherbringen. Für die angehenden Bierbrauer nicht uninteressant, schließlich gilt Hopfen als die Seele des Bieres und ist für die feine Bittere unseres Bitburger Premium Pils verantwortlich.

Hopfen-Wissen aus erster Hand

Alexander und Fabian sind begierig darauf, mehr über den berühmten Bitburger Siegelhopfen zu erfahren. Fabian ist beeindruckt „den Hopfen auch mal an den Ranken zu sehen, eine Dolde aufzubrechen und daran riechen zu können.“ Und Alexander findet es wichtig „das Brauen von der Pike auf zu lernen und da gehört auch ein umfangreiches Wissen über die verschiedenen Rohstoffe dazu. Nur so kann ich ein guter Brauer werden und mein Know-How auch für die Brauerei optimal einsetzen. Außerdem bekommen wir so auch ein besseres Verständnis dafür, warum der Hopfen so wertvoll ist. Man erlebt selbst, wie viel Arbeit in einem Sack Siegelhopfen steckt.“

Und wo könnte man mehr über das grüne Gold erfahren als bei unserem Hopfenbauern Andreas Dick? Zwei Wochen lang sind Alexander und Fabian dem Experten auf dem Traditionshof in Holsthum, der bereits seit über 50 Jahren Hopfen anbaut, zur Hand gegangen und haben bei der Ernte geholfen. Von der Arbeit auf dem Feld und dem Aufsammeln von Ranken, die von der Abreißmaschine nicht erfasst wurden, bis hin zum Aufschütten der Dolden auf der sogenannten Darre, dem Trockenboden, konnten die beiden Auszubildenden hautnah miterleben, welche Arbeitsschritte notwendig sind, bevor der Hopfen später in Form von Pellets oder Extrakt in der Brauerei eintrifft.

Zwei Wochen voller neuer Einblicke und Erfahrungen

Was Alexander und Fabian aus ihrem lehrreichen Exkurs auf den Hopfenhof mitgenommen haben? Jede Menge Erfahrungen, spannende Einblicke und interessantes Wissen rund um den Rohstoff Hopfen. „Nach den zwei Wochen haben wir ein besseres Verständnis dafür, welche Handgriffe bei der Hopfenernte notwendig sind. Außerdem kennen wir nun die verschiedenen Hopfensorten, die von Andreas angebaut werden, und haben gelernt, wie sich diese in puncto Aroma und Geruch voneinander unterscheiden“, merkt Fabian an. „Als angehender Brauer und Mälzer ist es wichtig, dass man die Rohstoffe nicht nur in der Form kennt, in der sie später verarbeitet werden.“

Die Nähe zur Brauerei macht’s möglich. „Wir haben es ja nicht weit von unserer Ausbildungsstelle und ich finde es auch toll, dass Andreas sich die Zeit für uns nimmt und uns die vielen Arbeitsschritte vom Winter bis zur Ernte im Spätsommer in Ruhe erklärt“, so Alexander. Besonders ist für die beiden angehenden Brauer und Mälzer auch, dass Bitburger den Siegelhopfen nicht nur aus den großen Anbaugebieten wie der Hallertau in Bayern bezieht, wie es bei anderen Brauereien üblich ist, sondern ganz gezielt den regionalen Anbau fördert und so einen Teil der Rohstoffe quasi direkt vor der Tür beziehen kann.

Das Fazit der beiden

Es war eine tolle und lehrreiche Abwechslung zu unserem Ausbildungsalltag in der Brauerei. Wir waren draußen auf dem Feld, haben gesehen wie wichtig Wetter und Natur für unsere Rohstoffe sind und wie viel zum Teil schwere Handarbeit hier auf dem Hopfenhof bei der Ernte nötig ist. Aber wie in einem guten Team, so auch im Familienbetrieb: wenn alle mithelfen, geht es einfacher. Und trotzdem: Wenn man abends nach Hause kommt, dann ist man ziemlich müde. Ein Satz, den auch Andreas Dick unterschreiben kann, steckt er doch bereits in zweiter Generation jeden Tag viele Stunden Arbeit in den Anbau unseres grünen Goldes.

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