Das historische Archiv von Bitburger

Sabine Jacobs

12.12.2021 · 5 Min. Lesezeit

Eine spannende Reise durch die Geschichte unserer Familienbrauerei

Seit der Gründung im 19. Jahrhundert kann unsere Familienbrauerei auf viele Meilensteine zurückblicken. Meilensteine, die von unserer Unternehmenshistorikerin Katharina Dehnke mit viel Leidenschaft gesammelt und aufbewahrt werden, um unsere Historie auch nach mehr als 200 Jahren lebendig zu halten. Ob alte Bierflaschen, schweres Eiserntebesteck oder besondere historische Dokumente, die die Geschichte unserer Brauerei maßgeblich prägten. Begleitet uns auf eine spannende Zeitreise.

Im Archiv mit der Historikerin Katharina Dehnke

Wir schreiben das Jahr 1817 – die Zeit des Biedermeier und der Besinnung auf das eigene Zuhause. Eine Zeit, in der statt Autos noch Kutschen die Straßen säumten und das Interesse an der Natur, Theater, Ballsälen und Kunst das gesellschaftliche Leben dominierte. Und die Zeit, in der Johann Peter Wallenborn inmitten der Südeifel, genauer gesagt in Bitburg, eine kleine Landbrauerei gründete. Mehr als 200 Jahre sind seither vergangen – klar, dass sich in dieser Zeitspanne jede Menge Archivalien angesammelt haben, die von unserer Unternehmenshistorikerin Katharina Dehnke sorgsam im Bitburger Archiv aufbewahrt werden. Schon beim Aufbau war Katharina mit an Bord und kennt daher jedes einzelne Stück der Bitburger Sammlung. Fürs Marketing, für unternehmensinterne Zwecke, für unsere Bitburger Chronik und auch für interessierte Bitburger-Fans, die alte Bitburger Liebhaberstücke finden und Fragen zu deren zeitlicher Datierung haben, hat sie immer eine Antwort parat. Klar, dass wir diesem spannenden Thema auch eine Folge unseres Bitburger Podcasts gewidmet haben.

Von grün zu braun – die Bitburger Flaschen

Gemeinsam mit Bitcast-Moderator Stefan Margenfeld begleiten wir Katharina bei einem Besuch im Bitburger Archiv, das sich hinter einem schweren Rolltor im ehemaligen Hopfenkeller versteckt. Hier lagern nicht nur jede Menge historischer Werbeschilder, auch mehrere hundert Flaschen schmücken die Sammlung. Eines der ältesten Exemplare stammt dabei aus dem 19. Jahrhundert und erinnert mit seiner Form eher an eine Sektflasche als an eine Bierflasche. Doch nicht nur die Form, sondern auch die Farbe der Bitburger Flaschen veränderte sich im Laufe der Zeit. Waren die ersten Modelle noch grün und mit einem Relief anstelle eines Etiketts versehen, verwendet man schon seit vielen Jahren nur noch braune Flaschen. Ein besonderes Highlight: eine alte Flasche, deren Flaschenhals in mühevoller Handarbeit mit Stanniolpapier umwickelt wurde und zu damaligen Zeiten daher „Eifel-Champagner“ genannt wurde.

Untergäriges Bier brauen – damals gar nicht so einfach

Nicht nur Flaschen und Werbeschilder lagern im ehemaligen Hopfenkeller der Bitburger Brauerei – auch echte Raritäten wie alte Eiszangen finden sich hier. Mit diesen wurden im Winter schwere Eisblöcke aus den gefrorenen Weihern gezogen, die auf Pferdewagen in die Eiskeller der Brauerei transportiert wurden. Ein echter Knochenjob, der jedoch für das Brauen eines untergärigen Bieres notwendig war. Dafür ließ die Brauerei eigens unterirdische Eiskeller graben, die die Kühlung des Bieres mittels Natureises ermöglichten. Erst kurz vor der Jahrhundertwende wurde schließlich die erste Ammoniak-Kühlmaschine angeschafft, die die Eisernte überflüssig machte.

Bierdeckel, Biergläser und mehr – eine wachsende Sammlung

Was in einem Brauerei-Archiv natürlich auch nicht fehlen darf? Eine Sammlung von Bitburger Bierdeckeln aus allen Jahrzehnten, die die gesamte Markengeschichte widerspiegeln. Am meisten freut sich Historikerin Katharina Dehnke über Artefakte im Original-Zustand, dabei lagern auch stark mitgenommen Objekte im Archiv. Und auch in puncto Verschlusstechnik wird man im Archiv fündig. Verschlossen unsere Vorfahren das Bier ursprünglich noch mit Kork, dominierte bis in die 1950er Jahre der Bügelverschluss, der letztendlich vom Kronkorken abgelöst wurde – eine echte Innovation, bei der auch wir eine Vorreiterrolle in Sachen Qualitätssicherung einnahmen. Doch ein Archiv ist niemals vollständig. Egal, ob Bierdeckel, Biergläser, Werbeschilder oder weitere Exponate – stetig erweitert Katharina unsere beachtliche Sammlung und trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, dass die Geschichte unserer Familienbrauerei auch heute noch hautnah erlebt werden kann. Einige unserer Exponate sind beispielsweise auch in unserer Erlebniswelt zu sehen – ein Besuch in Bitburg lohnt sich allemal!

Lust auf die ganze Podcast-Folge mit noch mehr spannenden Einblicken in die Bitburger Historie? Hier geht’s zum vollständigen Gespräch mit Unternehmenshistorikerin Katharina Dehnke.

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