Eine kurze Geschichte des Ciders

Sabine Jacobs

14.02.2020 · 5 Min. Lesezeit

Cider ist ein kohlesäurehaltiges Getränk auf der Basis von Apfelwein und kann in England auf eine rund 1.000-jährige Tradition zurückblicken. Er wird in den typisch britischen Pubs noch heute Seite an Seite mit Bier getrunken. Doch wie wird das beliebte Kultgetränk, das von vielen auch liebevoll als „flüssiges Gold“ bezeichnet wird, eigentlich hergestellt und wie kam es dazu, dass auch unsere Bitburger Familienbrauerei nun einen Cider im Angebot hat?

Cider und Bier – Traditionsgetränke in der englischen Pubkultur

Der Ursprung des Cider liegt im heutigen Großbritannien, genauer gesagt in der Zeit der römischen Besetzung. Denn die Römer waren es, die den Briten zeigten, wie sich der Apfelanbau kultivieren ließ und die notwendige Technologie zum Auspressen der süßen Früchte in großem Ausmaß besaßen. Der Begriff Cider leitet sich dabei wahrscheinlich vom hebräischen Wort Shekar oder Sekar ab, was so viel bedeutet wie „starker Trunk“.

Geriet die Herstellung von Cider während der angelsächsischen Herrschaft nahezu in Vergessenheit, so wurde er durch den Eroberungszug der Normannen im Jahr 1066 durch Wilhelm den Eroberer wieder populärer und mutierte zum wahren Volksgetränk, das von allen Bevölkerungsschichten gleichermaßen konsumiert wurde. Ab dem 18. Jahrhundert wurden britische Landarbeiter teilweise sogar in Cider für ihre Arbeit bezahlt, so dass sein Besitz bis Ende des 19. Jahrhunderts lange Zeit als Statussymbol galt. Cider und Bier werden bis heute Seite an Seite in den berühmten englischen Pubs getrunken und sind für die Briten untrennbar miteinander verbunden. Ein Grund mehr, dass auch wir uns mit dem beliebten Kultgetränk näher beschäftigen wollten.

Wie wird ein Cider eigentlich hergestellt?

So viel zu unserem kurzen Exkurs in die Geschichte – viel interessanter ist es jedoch zu erfahren, wie ein Cider eigentlich hergestellt wird. Auch heute noch wird Cider prinzipiell genauso hergestellt wie damals. Doch wie auch bei unserem Bitburger Premium Pils kommt es bei der Herstellung auf die Rohstoffe an, die den Unterschied ausmachen. Denn würde man den gepressten Apfelsaft einfach nur gären lassen, würde man wahrscheinlich ein sehr saures, stilles und trübes Gemisch erhalten, das nichts mit dem flüssigen Gold eines hochwertigen Ciders zu tun hat.

So beginnt die Qualität eines Ciders bereits bei der Auswahl der Äpfel, das weiß auch Christof Heil, der gemeinsam mit seinem Bruder Martin die Familienkelterei Heil im Taunus bereits in dritter Generation leitet: „Das Wichtigste sind und bleiben die Äpfel – aber ebenso wichtig ist eine exakt verlaufende Vergärung (Fermentation). Hier müssen unsere Kellermeister, ganz ähnlich wie die Braumeister bei Bitburger, das Getränk immer im Blick haben, um es zum Beispiel zum genau richtigen Zeitpunkt von der Hefe zu nehmen.“

Nach der Fermentierung des Apfelsaftes werden verschiedene Fässer solange verkostet und miteinander verschnitten, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Ein Vorgang, der schon einmal mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Bester Geschmack braucht eben Zeit.

Die Kelterei Heil – Familienunternehmen mit hohen Qualitätsansprüchen

Ebenso wie unsere Familienbrauerei kann auch die Kelterei Heil auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken, die ihren Ursprung in einer Laubus-Eschbacher Gaststätte Mitte der 1940er Jahre hat. Als kein Apfelwein mehr für den Verkauf erhältlich war, beschloss die Familie, selbst in die Produktion einzusteigen und tauschte kurzerhand eine Ziege gegen eine Apfelkelter ein.

Ein Tausch, der sich lohnen sollte: 1948 wurde das Unternehmen offiziell als Kelterei eingetragen und konzentriert sich seit den 60er Jahren vermehrt auf die Herstellung von Apfelwein und Fruchtsäften sowie Schorlen und weiteren hochwertigen Fruchtgetränken. Ihren Ursprung haben sie jedoch nie aus den Augen verloren. „So verbinden uns mit der Familienkelterei viele gemeinsame Werte wie unser hoher Qualitätsanspruch“, weiß Dr. Stefan Hanke, der in Bitburg unsere Versuchsbrauerei leitet. „Wie auch wir ist die Familie Heil fest in der Region verwurzelt und setzt auf volle Transparenz beim Bezug ihrer Rohstoffe.“

Alles für den besten Geschmack– die Entstehung des neuen Bitburger Apfel Cider

„Als für uns klar war, dass wir unser Bitburger Sortiment um einen hochwertigen Apfel Cider ergänzen wollten, war ebenfalls klar, dass es dafür nur einen Partner gibt, der die gleichen Werte vertritt wie wir“, so Dr. Stefan Hanke, Leiter der Bitburger Versuchsbrauerei. Und genauso sieht es Martin Heil: „Wir kannten die Bitburger Brauerei bereits aus früheren Gesprächen und haben uns natürlich sehr gefreut, als wir von dort einen Anruf erhalten haben.“

Mit viel Leidenschaft besprachen die beiden Familienunternehmen, wie der Cider werden sollte: fruchtig-mild und dennoch spritzig. Es folgte ein reger Austausch zwischen Taunus und Eifel sowie erste Verkostungen in Bitburg. „Es war eine wirklich sehr gute Zusammenarbeit, bei der alle Beteiligten Hand in Hand für ein perfektes Ergebnis arbeiteten“, so Martin Heil. Ein Kompliment, das auch Dr. Stefan Hanke nur zurückgeben kann: „All unsere Fragen wurden ernst genommen und gemeinsam an bestmöglichen Lösungen gearbeitet. Auch Herausforderungen bei der Abfüllung des Ciders in Bitburg wurden schnell und mit viel Know-how gelöst.“

Bitburger Apfel Cider – die perfekte Erfrischung mit fruchtig-mildem Geschmack

Wer nun nach einem kurzen Exkurs in die Geschichte und spannenden Einblicken in unsere Zusammenarbeit Lust auf mehr bekommen hat, kann sich auf einen Apfel Cider freuen, der auf allen Ebenen überzeugt und zudem von Natur aus glutenfrei und vegan ist.

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  • Steffen Eckert
    Es fehlen bei der Deklaration 13,5 %. Wieso geben Sie nicht alles an? Wasser und Zucker fehlt. Gerade, wenn Zucker zugesetzt wird, sollte oder muss der Hersteller es doch angeben, oder?

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      @Steffen. Danke für Deine Nachfrage. Bei Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol ist es gesetzlich nicht vorgeschrieben, eine Zutatenliste oder eine Nährwertkennzeichnung anzugeben. Aber du hast vollkommen recht, die fehlenden 13,5% bestehen vor allem aus Wasser sowie aus Zucker und Kohlensäure.

      Antworten
  • Susanne Sch.
    Hallo , sehr leckerer Cidre , wenn nur die Dose nicht wär...., geht für mich gar nicht , also nächster Kauf erst bei Umstellung auf Pfand Glasflaschen , schade. Gruß Susanne

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Hallo Susanne - DANKE für Dein Lob und auch die Kritik. Wir sind am Thema dran. In diesem Jahr bleiben wir zunächst beim Cider in der Dose, aber ab 2021 werden wir auch mit Glasflaschen in einen Test gehen. Vielleicht "versöhnt" dich das ja mit uns. Gruß. Sabine.

      Antworten
  • Stefan
    Hallo,
    Ihr Cider schmeckt sehr gut!
    Der ist ihnen gut gelungen.


    Es ist für mich jedoch nicht verständlich, dass der Cider in Einwegdosen abgefüllt wird.
    Schade, denn das ist für mich der Grund ihn in Zukunft nicht mehr zu kaufen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Hallo Stefan - DANKE für Dein Lob und auch die Kritik. Wir sind am Thema dran. In diesem Jahr bleiben wir zunächst beim Cider in der Dose, aber ab 2021 werden wir auch mit Glasflaschen in einen Test gehen. Vielleicht "versöhnt" dich das ja mit uns. Gruß. Sabine.

      Antworten
  • C. Spechtmeyer
    Kein Kommentar, bloß eine Frage: Woraus besteht Apfel Cider? Auf der Dose steht 85% Apfelwein und 1,5 % Apfelsaftkonzentrat. Was sind die restlichen 13,5 %?

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      @Spechtmeyer - Ja, das ist manchmal verwirrend mit den Deklarierungsvorschriften. Ich versuche mal, das aufzulösen: auf der Dose schreiben wir „mit“ und nicht „aus“ (feiner Unterschied, aber wichtig) Unser Cider ist somit ein apfelweinhaltiges Getränk aus Apfelwein (85 %), Wasser, Apfelsaftkonzentrat (1,45 %), Zucker, Kohlensäure. Der "Rest" ist somit Wasser, denn aus dem Konzentrat und dem Wasser entsteht wieder „Apfelsaft“ - ich hoffe das hilft weiter. Lieben Gruß aus der Eifel. Sabine.

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  • Richter
    Ich werde es bestimmt mal kosten. Aber das Pils ist einmalig.

    Antworten
  • Klaus Nagat
    Habe den Cider zum ersten mal probiert und bin total begeistert .Das wird außer Ihrem Bier mit Sicherheit mein absolutes Sommergetränk.
    Glaspfandflaschen wären aber auch eine gute Alternative zu den Dosen.
    Fazit: Bitburger hat mit diesem Cider eine Marktlücke entdeckt.
    Grüße aus Essen/Ruhr.
    K.Nagat

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Danke für das Lob. Wir freuen uns darüber. Glaspfandflaschen sind sicherlich eine gute Idee. Wir prüfen das. LG Sabine von Bitburger

      Antworten
  • Slawa Görgen
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe den Cider neu für mich entdeckt, da ich auch gerne Viez trinke. Nun würde mich interessieren, ob es das Getränk auch in Glasflaschen statt in Dosen zu kaufen gibt. Gerade für die junge umweltbewusste Kundschaft wäre das vielleicht ansprechend.

    Freundliche Grüße
    Slawa Görgen

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Hallo Slawa - DANKE für Dein Lob und die Anregung. Wir bleiben dran. In diesem Jahr bleiben wir zunächst beim Cider in der Dose, aber ab 2021 werden wir auch mit Glasflaschen in einen Test gehen. Bleib uns treu - Gruß. Sabine.

      Antworten
  • Viola
    Der Apfelwein der Kelterei Heil ist seit jeher mein Lieblings-Stöffche. Da ich, als echter Hesse, allerdings im Exil (NRW) lebe, ist es nicht einfach guden Äppler zu bekommen. Kürzlich bin ich dann über Ihr Produkt gestolpert und habe es zum Probieren „notgedrungen“ gekauft, in der Erwartung, mal wieder einen völlig über-süßen Cider zu trinken. Schon beim ersten Schluck wurde ich eines Besseren belehrt. Das Getränk ist tatsächlich fruchtig, statt zuckersüß! Dann habe ich mir die Verpackung genauer angesehen, und siehe da, da sticht mir der Name „Kelterei Heil“ ins Auge! Geschmack setzt sich eben durch. Dank Ihrer Kooperation und dem daraus entstandenen, großartigen Produkt, ist nun zumindest der Durst nach Daheim leichter zu stillen. Danke sehr!

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    • Sabine von Bitburger
      Guten Morgen Viola, vielen lieben Dank für Dein Lob. Da gehen wir doch beschwingt ins Wochenende. Dir auch ein sonniges solches und Gruß aus der Eifel. Sabine.

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  • Alex
    Eines Tages sah ich durch Zufall das Bitburger Cider im Regal und war hellauf begeistert! Geschmacklich wie das Original (wenn nicht sogar besser) aus einem südenglischen Pub, gute Dosengröße und preislich völlig in Ordung - ein wahres Meisterwerk. Bitte nie wieder vom Markt nehmen!

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Guten Morgen liebe Alex, das ist für uns ein wunderbares Lob und ein toller Start in die neue Woche - ganz lieben Dank.
      Gruß aus dem Home Office. Sabine.
      PS: Wir werden umgehend die Blog-Schriftbeschränkung um einige Zeichen erweitern :)

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  • Alex
    Ich kenne Cider von meinen Besuchen in England und bisher blieb nur Import, die sehr teure Variante in der Flasche, oder der vor allem geschmacklich billige Abklatsch in der kleinen Dose. Alle drei Varianten waren keine zufriedenstellende Lösung. Eines Tages sah ich durch Zufall das Bitburger Cider im Regal und war hellauf begeistert! Geschmacklich wie das Original im Pub in Südengland, preislich völlig in Ordung - ein wahres Meisterwerk. Bitte nie wieder vom Markt nehmen!

    Antworten
  • Ursula Hetger
    Sehr geehrte Damen und Herren, heute haben wir zum ersten Mal den Cider von Ihnen getestet und sind total begeistert. Eine Tatsache schmälert unsere Begeisterung jedoch enorm und das ist die Tatsache, dass Ihr leckeres Getränk leider in pfandfreien Aludosen verpackt ist. Aus Mehrwegpfandflaschen würde er sicher noch viel besser schmecken! Wir hoffen das ändert sich in Zukunft noch, damit wir weiterhin mit gutem Gewissen den Cider von Bitburger kaufen und trinken können!

    Antworten
    • Alex
      Dieses Cider muss ein Geschenk des Himmels sein! Ich kenne Cider von meinen Besuchen in England und bisher blieb nur Import, die unglaublich teuren Variante (eines der Originale), oder der vor allem geschmacklich billigen Abklatsch in der kleinen Dose. Alle drei Varianten waren keine zufriedenstellende Lösung. Eines Tages sah ich durch Zufall das Bitburger Cider im Regal und war hellauf begeistert! Geschmacklich wie im Pub in Südengland, preislich völlig in Ordung - ein wahres Meisterwerk. Bitte nie wieder vom Markt nehmen!

      Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Guten Morgen Ursula, das freut mich. Mir schmeckt er auch sehr. Ich halte Dich auf dem Laufenden :)

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  • Dahm, Reinhold
    Bitburger Apfel Cider Herstellung finde ich super. Ich werde mal eine Geschmacksprobe vornehmen. Ich stamme aus der Gegend von Bitburg. Ist das Getränkt mit unserem Viez vergleichbar.

    Antworten
    • Sabine von Bitburger
      Hallo Reinhold, ich kenne Viez auch von "Kindesbeinen" an und mag manchmal auch seine "ruppige" Art. Unser Cider ist da schon etwas runder und fruchtiger, dabei auch milder und nicht so sauer, aber auch nicht zu süß - am besten einfach mal probieren ....

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  • Jürgen Dohr
    Wir sind viel mit dem Wohnmobil unterwegs,wenn wir in der Bretagne sind, hole ich für die Erfrischung immer Cidre, ich werde das Bitburger Cidre testen, und danach berichten.lg Jürgen Dohr 47906 kempen,St.Töniserstr.121

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    • Sabine von Bitburger
      Hallo Jürgen, da beneide ich dich doch ein wenig um dieses mobile Reisen und die Aufenthalte in der Bretagne. Ich bin gespannt auf deinen DIrektvergleich. Lieben Gruß aus der Eifel. Sabine.

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      • Sascha
        .... bin seit der ersten Dose absoluter Fan und das als Biertrinker. Eine erstklassige Alternative gerade im Sommer Tip Top ! Gruß Sascha

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