Ganz hoch hinaus

Marius Lohmer

30.09.2019 · 4 Min. Lesezeit

Der neue Bitburger Ballon bei seiner Jungfernfahrt

Herrlich und friedlich erheben sich die bunten Ballons in die Luft und gleiten majestätisch am Himmel, der in vielen verschiedenen Farben erstrahlt. Langsam entfernen sich die gigantischen Körbe, bis sie schon bald nur noch als verschwommene Punkte am Firmament zu sehen sind. Wer schon einmal eine Fahrt in einem Heißluftballon gewagt hat, weiß genau, was die Piloten nun erwartet: grenzenlose Freiheit, einzigartige Ausblicke in die Natur und ein sanfter Nervenkitzel in luftigen Höhen. Die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit werden alleine durch den Wind bestimmt, die Verfolger am Boden müssen ganz genau aufpassen, wohin der Ballon getrieben wird, um diesen nach der Landung wiederzufinden. Denn das Einpacken von Ballonhülle, Korb und Brenner nimmt nicht selten viel Zeit in Anspruch. Und doch sind diese stillen Eindrücke aus der Vogelperspektive die Mühe wert und hinterlassen unvergessliche Erinnerungen. Keine Autogeräusche, keine Musik, keine Stimmen – in der Höhe lässt sich die Stille in allen Facetten genießen. 

Bereits zum 15. Mal veranstaltete der Ballonhersteller Schroeder Ballon in diesem Jahr die überregional bekannte MoselBallonFiesta in Föhren, bei der es unter den 84 startenden Himmelsgefährten einen ganz besonderen Ballon zu bestaunen gab: den neuen Bitburger Ballon, der bei der Veranstaltung seine Jungfernfahrt absolvierte.

Der erste Aufstieg in Föhren – Herzklopfen beim gesamten Ballonteam

Aus Deutschland, Belgien, der Schweiz, Luxemburg und Frankreich stammen die Ballons, die sich bei der diesjährigen MoselBallonFiesta zum Start bereitmachen. Unter ihnen auch der neue „Bitte ein Bit“-Ballon der Bitburger Brauerei, der seine erste Fahrt mit dem erfahrenen Piloten Reinhold Frechen absolvieren darf. Gemeinsam mit seinem Team bereitet er alles für den großen Moment vor und prüft noch einmal gründlich, ob das gesamte Equipment einwandfrei funktioniert. Mit einer persönlichen Rede wird der Ballon vor seiner Jungfernfahrt traditionell getauft und nach einer weiteren prüfenden Blicken des Profis ist es dann endlich soweit: Der Brennstoff wird aufgedreht und die Ballonhülle füllt sich.

Es dauert nicht lange, dann ist der Ballon bei schönstem Sonnenschein am späten Nachmittag zum Aufsteigen bereit. Zwischen über 80 weiteren internationalen Ballons und unter dem Applaus der rund 20.000 Zuschauer macht sich auch der Bitburger „Bitte ein Bit“ Korb auf den Weg. Bereits kurz vorher ist der sogenannte Fuchs, ein Leitballon, in den Himmel aufgestiegen und weist den anderen Piloten die Richtung. Das Ziel dieser sogenannten Fuchsjagd ist einfach: Die Fahrer müssen mit einem kleinen Sandsack aus luftigen Höhen heraus ein vom Fuchs markiertes Kreuz auf dem Boden treffen. Wer das Ziel am besten erwischt, ist der Gewinner des Wettbewerbs und kann sich am Abend zum Sieger küren lassen. Ist während des Tages optimal für den Spaß von Groß und Klein gesorgt, steht der Abend ganz im Zeichen der Ballons. Zum Takt der Musik lassen die Ballonteams ihre Brenner aufleuchten und sorgen so für ein einzigartiges Ambiente, das einlädt mit einem frisch gezapften Bitburger auf einen gelungen Tag und schönen Abend anzustoßen.

Die Produktion eines Heißluftballons erfordert viel Präzision

Im neuen Bitburger Bitte ein Bit-Ballon stecken viele Stunden Arbeit. Denn die Herstellung eines Heißluftballons erfordert viel Know-how und Präzision. So geht es nicht nur darum, eine aerodynamische und reißfeste Hülle zu entwickeln, auch die Größe des Korbes, die Anzahl der Brenner und die Brennstoffbehälter wollen aufeinander abgestimmt sein. Darüber hinaus muss sich der Pilot auch in luftigen Höhen auf das technische Zubehör verlassen können, um stets die genaue Position und die aktuelle Höhe zu kennen. Auch die Wartung des Ballons erfordert viel Erfahrung, die in eigens dafür ausgerichteten Seminaren an das Ballonteam weitergegeben wird. Denn nur durch die regelmäßige Pflege und den genauen Check aller Bestandteile kann unser neuer Bitburger Ballon auch im kommenden Jahr vom 14. bis zum 16. August 2020 an der zweitgrößten deutschen Ballonveranstaltung in Föhren teilnehmen und vor tausenden von Besuchern den Aufstieg in die Luft wagen.

Mehr zur nächsten MoselBallonFiesta und den Schnupperfahrten, die jeweils am späten Nachmittag oder früh am Morgen stattfinden: www.moselballonfiesta.de

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