Warum Regeneration zum Sport gehört

Sabine Jacobs

17.06.2018 · 5 Min. Lesezeit

Der Trainer der Deutschen Triathlon Union, Ron Schmidt, klärt auf

Die Deutsche Triathlon Union – kurz DTU – hat kürzlich ein anspruchsvolles Trainingslager auf Mallorca absolviert und Bitburger war dabei. Trainer Ron Schmidt hat mit Laura Lindemann auch eine Bitburger 0,0% Athletin im Team. Als professionelle Sportlerin ist sie bereits Europameisterin auf der Sprint-Distanz 2017 und belegte im gleichen Jahr den 3. Platz des World Triathlon Hamburg. Bei den Olympischen Spielen 2016 landete Laura auf Platz 28 und gewann je zweimal EM- und WM-Gold bei den Juniorinnen 2014 und 2015. Sehr gefreut hat sie sich auch über den Sieg der U23-WM auf Cozumel im Jahr 2016. 


Triathlon – ein anspruchsvoller Sport

Der Triathlon gilt zurecht als hoch anspruchsvoll, denn hier müssen die Sportler nicht nur bei einer Sportart glänzen: Die Ausdauersportart verlangt ihnen sowohl beim Laufen, Schwimmen als auch Radfahren alles ab. Das bedeutet vor allem: Kräfte einteilen und die Konkurrenz abhängen – ob zu Fuß, im Wasser oder auf zwei Rädern. Während den Unsportlichen unter uns bereits nach wenigen Runden im Freibad die Puste ausgeht, beim Laufen nach zehn Minuten bereits Seitenstechen zum Gehen zwingt und lange Radfahrten uns alle Muskeln spüren lassen, fragen sich die Triathlon-Nachwuchssportler, wie sie ihr Training ausbauen können.

Einer, der sich mit taktischer Trainingsführung bestens auskennt, ist Ron Schmidt, der DTU-Trainer. "Es ist ein zeitintensiver und cooler Job, der Spaß macht." Sein Kader: professionelle Athleten – Frauen und Männer. Das derzeitige Ziel: Die Olympischen Spiele in Paris im Jahr 2024 mit Zwischenstopp 2020 in Tokio. Dafür trainiert er mit seinen Schützlingen hart, geht bis an Limit. Ein anstrengendes Training ist aber längst nicht alles – im Gegenteil.


Ernährung: "Ausgewogen und bunt ernähren"

Ron Schmidt empfiehlt eine "ausgewogene und bunte Ernährung, das heißt viel Obst und Gemüse. An Tagen, an denen drei oder mehr Stunden Sport auf dem Plan stehen, sind viele Kohlenhydrate wichtig, um den Energie-Haushalt aufzufüllen, ebenso Eiweiße. An Tagen mit weniger bis keinem Sport sollten demnach weniger Kohlenhydrate zugeführt werden. Das reicht meist schon aus. Wichtig ist vor allem auch das Trinken. Ein normaler Mensch benötigt 1,5 bis 2 Liter am Tag, Sportler liegen deutlich darüber." Schmidt empfiehlt hier vor allem ein isotonisches Getränk, das die Stoffwechselprozesse durch Vitamine fördert. Isotonische Getränke wie Bitburger 0,0% haben neben einer erstklassigen Verträglichkeit aber noch einen weiteren Vorteil: "Wenn etwas schmeckt, trinke ich mehr."


Motivation, Konzentration und Fokus: "Ein Sportler braucht eine stabile Psyche"

Was wir uns von erfolgreichen Sportlern abgucken können, ist ihre Motivation: Das Training durchziehen, am Ball bleiben und sich auch bei Niederlagen wieder fokussieren – nicht immer einfach, aber eben auch ein Muss, wenn man Ziele verwirklichen möchte. "Ein guter Sportler sorgt für Ruhe am Tag, um sich zu fokussieren und hat ein hervorragendes Zeitmanagement", erklärt Schmidt. "Außerdem braucht er eine stabile Psyche, da er auch mit Niederlagen umgehen muss." Denn man kann nicht immer gewinnen, so Schmidt, und so bringt Hängenlassen nach einem Wettkampf mit nicht zufriedenstellender Platzierung nichts. "Ich sage dann, dass man weitermachen muss und dass wir den Wettkampf analysieren um zu sehen, was wir besser machen können. Es kommt vor allem auf ein individuelles Training an."


Regeneration und Training: "Ein guter Trainer schafft Freiraum"

Was zum Training dazugehört und von vielen aber unterschätzt wird, sind Regenerationsphasen für den Körper. "Ein guter Trainer schafft Freiraum durch eine gezielte Vorbereitung und Tagesplanung. Außerdem erkennt er, wenn der Sportler müde ist und reagiert angemessen darauf – indem beispielsweise mal ein Training ausgelassen oder verkürzt wird." Jeder hat sein eigenes Tempo und individuelle Fähigkeiten.

"Stärken stärken und Schwächen schwächen – ein gutes Training hat viel mit Bewegungstechnik und Ausführung zu tun, mit Analyse und Schwerpunktsetzung. Aber jeder muss seinen eigenen Weg gehen und darf sich nicht zu weit von anderen treiben lassen. Hab' Geduld und bleib' bei dem, was du kannst. Dann kann man das Training steigern."

Und dieser letzte Satz hilft auch uns Amateur-Sportlern …

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