200 Jahre Bitburger

Unsere Brauereigeschichte 

Von der einstigen Landbrauerei zu einer der bedeutendsten Privatbrauereien Deutschlands - Kommen Sie mit auf eine außergewöhnliche Zeitreise und erfahren Sie mehr über die Meilensteine aus 200 Jahren Brauereigeschichte. Ob wichtige Persönlichkeiten, Ereignisse, Entwicklungen oder Entscheidungen: Unsere Online-Chronik, die wöchentlich um neue Beiträge ergänzt wird, gewährt Ihnen einen ganz persönlichen Einblick in unser Familienunternehmen – und hält bis zum Ende des Jubiläumsjahrs 200 Geschichten für Sie bereit.

Geschichte des Tages

02. Nov. 1964
Aus Holzfässern werden Aluminiumfässer

Bis Anfang der 1960er Jahre füllte Bitburger das Bier in Holzfässer ab, die in der brauereieigenen Küferei hergestellt und repariert wurden. Bevor das Bier in die Fässer floss, mussten sie gepicht und auf Dichtigkeit geprüft werden. Bedingt durch die handwerkliche Herstellung unterschieden sich die Fässer oft deutlich in ihrem Füllvolumen, so dass jedes Fass nummeriert und amtlich geeicht werden musste. Ab 1961 ersetzte die Brauerei die bisher verwendeten Holzfässer durch Aluminiumfässer mit einheitlichem Volumen. Dies verbesserte nicht nur die Qualität, sondern vereinfachte auch die Auslieferung und senkte die Frachtkosten.

Aus Holzfässern werden Aluminiumfässer

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1817-1826
1817
1817
Einzigartiger Geschmack seit 200 Jahren

200 Jahre einzigartiger Geschmack – 200 Jahre besondere Ereignisse und Entwicklungen. Was 1817 mit der von Johann Peter Wallenborn errichteten Landbrauerei begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der bedeutendsten Privatbrauereien in Deutschland entwickelt – der Bitburger Brauerei.

Dabei sind es drei Dinge, die den Erfolg unseres Familienunternehmens seit jeher maßgeblich prägen: die kompromisslose Verpflichtung zu höchster Qualität, der Mut zu stetigem Wandel und eine ausgeprägte Innovationskraft. Kommen Sie mit auf eine außergewöhnliche Zeitreise und erfahren Sie mehr aus 200 Jahren Brauereigeschichte.

1837-1846
1839
1839
Anna Katharina Wallenborn übernimmt die Brauerei

Nach dem Tod Wallenborns 1839 übernahm seine Witwe Anna Katharina die Hausbrauerei.

1842
1842
Ludwig Bertrand Simon übernimmt

Nach dem Tod von Johann Peter Wallenborn im Jahr 1839 übernahm zunächst seine Witwe Anna Katharina die Hausbrauerei, ehe die gemeinsame Tochter Elisabeth im Jahr 1842 Ludwig Bertrand Simon heiratete, der die Brauerei von nun an führte. Ludwig Bertrand Simon kümmerte sich um die Geschäfte und gründete im Stammhaus den Brauerei-Ausschank „Zum Simonbräu“ – bis heute eine der ersten Adressen in Bitburg.

1867-1876
1871
1871
Das Bier geht auf die Schiene

Neue Verkehrswege bedeuten wirtschaftliche Entwicklung und Fortschritt. Daher war die Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Trier und Köln im Jahr 1871 für die Brauerei von großer Wichtigkeit. Per Schiene reiste das Bier aus Bitburg fortan ins Rheinland. Doch die rund sechs Kilometer bis zum Bahnhof Erdorf mussten auch weiterhin mit Pferdefuhrwerken zurückgelegt werden. Erst 1910 wurde die lang ersehnte Bahnstrecke Erdorf-Bitburg eröffnet.

1876
1876
Versand mit Pferdefuhrwerken startet

Damit die Kunden ihr Bier nicht mehr mit Pferd und Wagen in der Brauerei abholen mussten, startete Theobald Simon 1876 sein Versandgeschäft und ließ das Fassbier mit eigenen Pferdefuhrwerken bei den Gasthäusern der Umgebung anliefern.

1876
Theobald Simon errichtet moderne Brauerei

Ludwig Bertrands Sohn Theobald entwickelte erste Ideen zum Ausbau der Brauerei und führte das Familienunternehmen ab 1876 als Alleininhaber. Er modernisierte den Betrieb und investierte gezielt in neue Technologien. So errichtete Theobald Simon 1879 eine „Kunstkellerei“ und weitete das Versandgeschäft mit dem Ziel aus, sein Bier über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen. Anfang 1879 heiratete er Amalie Servatius, die vier Kinder zur Welt brachte.

1877-1886
1877
1877
Jahresausstoß übersteigt 1.000 Hektoliter

1877 betrug der Jahresausstoß der Brauerei erstmals mehr als 1.000 Hektoliter. 14 Jahre später – im Jahr 1891 – hatte sich der Ausstoß bereits verzehnfacht

1879
20.08.1879
Obergäriges adé

Mit der Fertigstellung der neuen „Kunstkellerei“, in der das Bier ganzjährig gekühlt werden konnte, war es nun möglich, untergäriges Bier zu brauen. Die Herstellung von obergärigem Bier wurde am 20. August 1879 eingestellt.

21.08.1879
Bitburger setzt auf untergäriges Bier

Ab dem 21. August 1879 wurde in Bitburg untergäriges Bier gebraut. Ein Ereignis, das die Entwicklung der Brauerei maßgeblich prägte. Theobald Simon hatte sich aus voller Überzeugung dafür entschieden, um sein Unternehmen auszubauen und sein Bier über die Grenzen Bitburgs hinaus bekannt zu machen. Das Untergärige eignete sich durch seine bessere Haltbarkeit bestens für den Transport über längere Strecken.

1879
Neu, innovativ und eisgekühlt – Bau der Kunstkellerei

Nur drei Jahre nachdem Theobald Simon die Leitung der Brauerei übernahm, ließ er 1879 eine innovative, mit Natureis gekühlte „Kunstkellerei“ errichten. Denn er hatte sich dazu entschieden, untergäriges Bier zu brauen. Diese Brauart machte jedoch eine ganzjährige Kühlung notwendig. Um für die Kunstkellerei fortlaufend das so wichtige Eis liefern zu können, mussten die Brauer im Winter so viel „Natureis“ wie möglich „ernten“. 

1880
15.04.1880
Inbetriebnahme eines neuen, größeren Braukessels

Da der Bierabsatz kontinuierlich stieg, investierte Bitburger in einen neuen Braukessel. Am 15. April 1880 wurde er in Betrieb genommen. Je Sud konnten nun 21 Hektoliter Bayerisch Lager und 16 Hektoliter Wiener Lager hergestellt werden.

1880
Flaschenbier eröffnet neue Vertriebswege

1880 wurde das Bitburger Bier erstmals in Flaschen abgefüllt: Die mit einem Korken verschlossenen Flaschen eröffneten der Brauerei neue Vertriebswege. Für 15 Pfennig die Flasche Bayerisch Lager und 20 Pfennig die Flasche Wiener Lager konnte nun jeder sein Bier in die eigenen vier Wände mitnehmen. Im Vergleich zum Fassbier-Vertrieb, den Bitburger selbst übernahm, wurden Abfüllung und Distribution des Flaschenbieres an externe Partner abgegeben. So entstanden im Umland zahlreiche selbstständige Vertretungen – die späteren Bierverleger und heutigen Getränkefachgroßhändler.

1883
1883-84
Eiskatastrophe durch milden Winter

Problematisch wurde es im Winter 1883/84. Damals konnte aufgrund der sehr milden Temperaturen zunächst nur wenig, später gar kein Eis mehr eingefahren werden. Die Eisbeschaffung wurde für Bitburger zur Überlebensfrage. Ersatz musste teuer zugekauft und mit der Bahn nach Bitburg gebracht werden. Für 1.444 Mark wurde der Eiskeller gefüllt – eine hohe Investition, die sich aber lohnen sollte: Theobald Simon war der einzige Brauer im Regierungsbezirk Trier, der auch im Sommer über ausreichend Eis verfügte und damit sein Bier in gewohnt bester Qualität verkaufen konnte. Dem ohnehin sehr guten Ruf der Brauerei war dies sehr förderlich.

1883
Erste Zeitungsanzeige bewirbt Bitburger Bier

Dass ein hochwertiges Produkt eine professionelle Vermarktung benötigt, hatte Theobald Simon bereits im 19. Jahrhundert erkannt und gezielte Werbemaßnahmen eingeleitet. So erschien bereits 1883 die erste Zeitungsanzeige, die Bitburger Doppelbier bewarb. Das war der Beginn einer Markenführung, die von jeder Familiengeneration erfolgreich weiterentwickelt wurde.

1883
Silber für Bitburger Bier

Bei einer Ausstellung des landwirtschaftlichen Vereins in Bonn gewann Theobald Simon die höchste Auszeichnung für Bier, die silberne Medaille.

15.01.1883
Erster Sud nach Pilsener Art

Während Johann Peter Wallenborn 1817 noch obergäriges Bier braute, entschied sich sein Enkel Theobald Simon 1879, zum untergärigen Brauverfahren zu wechseln, um so neue attraktive Biersorten anbieten zu können. Am 15. Januar 1883 braute Theobald den ersten Sud nach Pilsener Art.

1887-1896
1887
1887
Erstes Münchener Bock

1887 wurden zwei Sude Münchener Bock gebraut.

1887
Kauf der ersten Bierfilteranlage

1887 kaufte Theobald Simon die erste Bierfilteranlage und erweiterte 1888 erneut die Lagerkapazität.

1888
02.06.1888
Erster Sud mit Wasser aus dem neuen Wasserwerk

Am 2. Juni 1888 konnte der erste Sud mit dem Wasser aus dem städtischen Wasserwerk gebraut werden.

01.06.1888
Neues städtisches Wasserwerk deckt Wasserbedarf der Brauerei

Die Geschäftsführung des Wasserwerks verpflichtete sich, die Brauerei ab 1. Juni 1888 mit Wasser zu versorgen.

1890
18.03.1890
Erster Sud aus der neuen Dampfbrauerei

Anfang 1890 stellte Theobald Simon seine neue Dampfbrauerei fertig. Im Maschinenhaus wurde eine 30 PS-Dampfmaschine installiert, mit der alle Maschinen und Pumpen angetrieben wurden. Am 18. März konnte hier der erste Sud gebraut werden.

1890
Erste Produktion Helles und Dunkles Simonbräu

1890 produzierte die Brauerei im neuen Sudhaus erstmals die Sorten Helles und Dunkles Simonbräu.

1890
Noch mehr Kundennähe

1890 gründete Theobald Simon die erste brauereieigene Niederlassung. Hier wurde nicht nur das Fassbier an die Kunden verkauft, sondern auch das Flaschenbier abgefüllt und vertrieben.

1891
1891
Jahresausstoß steigt auf 10.000 Hektoliter

Der Jahresausstoß der Brauerei stieg auf 10.000 Hektoliter.

1893
1893
Bitburger Bier auf der Weltausstellung

1893 fand in Chicago die Weltausstellung statt, die als internationale technische und kunsthandwerkliche Leistungsschau galt. Bitburger Bier war in diesem Jahr erstmals auf einer Weltausstellung vertreten.

1896
August 1896
Sensation in Bitburg: Erste elektrische Lampen

Eine Sensation für Bitburg war es, als im August 1896 abends zum ersten Mal zwei elektrische Bogenlampen, die am Brauereiausschank und am Ladehof der Brauerei angebracht waren, aufleuchteten. Ein Großteil der Bitburger Bevölkerung war auf den Beinen und staunte über das "Wunder".

1896
Modernisierung der Energieanlagen

1896 errichtete die Brauerei ein neues Kesselhaus. Es lag an der Nordostseite des Maschinenhauses und wurde mit einem neuen Zweiflammrohrdampfkessel ausgestattet.

1896
Der Rosenstrauß im Stangeneis

Dank des technischen Fortschritts entwickelten sich auch die Möglichkeiten zur Kühlung weiter. 1896 schaffte die Brauerei eine zweite Dampfmaschine an, um den steigenden Energiebedarf zu decken. Diese machte auch die Einführung und den Betrieb der ersten Ammoniak-Kältemaschinenanlage möglich. Sie kühlte sämtliche Keller – im Sommer wie im Winter – indem sie eine minus zehn Grad kalte Salzsohle durch Kühlrohre pumpte. So konnten alle Gär- und Lagerkeller konstant auf dem gewünschten niedrigen Temperaturniveau gehalten werden. Die neuen Anlagen waren für die Brauerei wichtig und zugleich zukunftsweisend. Planung und Bau machten Theobald Simon letztlich aber so nervös und reizbar, dass er es nicht mehr in Bitburg aushielt. Er wollte sich eine kleine Auszeit nehmen und brach zu einem Erholungsaufenthalt auf. Doch gerade als er startete, kam der neue Maschinenmeister Behl angelaufen. Er überreichte Theobald Simon die erste selbst erzeugte Stange Eis, in die zum Zeichen des Erfolgs ein Rosenstrauß eingefroren war – ganz zur Freude des Brauereibesitzers.

1897-1906
1906
1906
Umstellung auf Dampfkochung

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts standen die Zeichen weiterhin auf Wachstum. So auch im Sudhaus: Die bis dahin übliche direkte Feuerkochung wurde 1906 durch die indirekte Dampfkochung ersetzt.

1907-1916
1907
1907
Söhne Theobalds werden Teilhaber

Theobalds Söhne Josef und Bertrand Simon wurden 1907 zu Teilhabern der Brauerei.

1909
08.02.1909
„Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener“

Am 8. Februar 1909 stellte Bitburger den ersten Sud „Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener“ her. Im Rahmen einer von der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) durchgeführten Vergleichsanalyse von „Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener“ und „Original-Pilsener“ aus Böhmen konnte das Pilsener aus der Eifel auf ganzer Linie überzeugen. So stimmten die beiden Biere nicht nur fast vollständig überein – in puncto Haltbarkeit lag das Pilsener aus Bitburg sogar vorne. Anlässlich der Neueinführung startete Theobald Simon die erste groß angelegte Werbekampagne der Brauerei - und legte somit den Grundstein für einen einheitlichen Markenauftritt.

1909
Erster eigener Tiefbrunnen

1909 wurde auf dem Brauereigelände der erste Tiefbrunnen in Betrieb genommen, der Wasser aus 100 Meter Tiefe förderte. Seither wird das Bitburger Brauwasser aus den tiefen Gesteinsschichten der Trias-Mulde gewonnen. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 750 Quadratkilometern zwischen den Flüssen Nims und Kyll in der Eifel. Die Trias-Mulde ist eine geologische Struktur aus verschiedenen Gesteinsschichten. Diese unterschiedlichen Gesteine führen die einsickernden Niederschläge Schicht für Schicht in die Tiefe. Bis alle Schichten durchlaufen sind, vergehen über 10.000 Jahre. Das Tiefenwasser stammt aus einer Zeit, in der an Umweltverschmutzung noch nicht zu denken war. Seine natürliche Reinheit macht es so besonders und unverwechselbar.

1909
Erste große Werbekampagne

Nachdem die Brauerei im Februar den ersten Sud „Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener“ braute, startete sie anschließend ihre erste großangelegte Werbekampagne. Hier liegen die Anfänge für einen einheitlichen Markenauftritt. Gläser, Krüge, Zeitungsanzeigen und Bierdeckel zeigten durchgängig das Brauerei-Emblem, das Bitburger Stadtwappen, versehen mit dem neuen Schriftzug „Bitburger-Simonbräu-Pilsener“. Einige Zeit später wurden die ersten Flaschen mit Etiketten versehen.

1910
1910
Eröffnung der Bahnstrecke Erdorf-Bitburg

1910 wurde endlich die lang ersehnte Bahnstrecke Erdorf – Bitburg eröffnet. Für den Fernverkehr schaffte die Brauerei einen ersten Bierwaggon an, bereits ein Jahr später folgte für 4.660 Reichsmark ein weiterer. Den strategisch wichtigen Schienenstrang nutzte die Brauerei als Zugangstor zu neuen Absatzgebieten im Köln/Aachener-Raum.

1911
1911
Erstes Kino der Stadt

1911 finanzierte die Brauerei das erste Kino der Stadt im Saalbau Simonbräu. Denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Wunsch groß geworden, die fortschreitende Kinotechnik mit eigenen Augen zu sehen.

1913
1913
Pilsener Urteil

Die in Pilsen ansässigen Brauereien sahen sich veranlasst, gerichtlich dagegen vorzugehen, dass ein ortsfremdes Unternehmen wie Bitburger sein Bier unter der Bezeichnung „Pilsener“ vertrieb. 1911 gab das Landgericht Trier den Klägern in erster Instanz Recht, und auch das königliche Oberlandesgericht Köln bestätigte das Urteil im Jahr darauf. 1913 hob das Reichsgericht in Leipzig den Beschluss aber auf: Die Bitburger Brauerei durfte ihr Produkt weiterhin „Simonbräu-Deutsch-Pilsener“ nennen. Damit endete nicht nur ein zweijähriger Rechtsstreit: Bitburger bereitete den Weg, dass aus der Herkunftsbezeichnung die Sortenbezeichnung "Pilsener" wurde.

1913
Hefe für ein unverwechselbares Aroma

1913 züchtete die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) erstmals einen speziellen Naturhefestamm für das Bitburger Pils. Auch heute noch verwendet die Brauerei Naturhefe aus eigener Reinzucht. Sie wird ausschließlich von Bitburger genutzt und verleiht dem Bitburger Premium Pils sein unverwechselbares Aroma.

1914
16.02.1914
Erster Lastwagen für den Biertransport

Am 16. Februar 1914 kaufte die Bitburger Brauerei ihren ersten Lastwagen für den Biertransport. Der Vier-Tonnen Saurer legte mit 30 PS und Vollgummibereifung den Grundstein für den motorisierten Fuhrpark, der nach und nach weiter ausgebaut wurde. Lieferungen an die Niederlassung Trier oder die Vertretungen in Blankenheim und Saarbrücken erfolgten nun mit brauereieigenen Lastwagen, größere Distanzen wurden per Schiene zurückgelegt.

1915
1915/16
Ressourcenknappheit

Der zunehmende Rohstoffmangel und die Wirren des Kriegs stellten das Unternehmen vor immer größere Herausforderungen und auch der Mangel an Bierfässern machte die Lage nicht einfacher: Durch die widrigen Umstände schickten die Kunden die Fässer nicht mehr zurück, zudem gingen regelmäßig Lieferungen an das Heer. 1916 versendete die Brauerei deshalb ein Rundschreiben an ihre Kunden, in dem darauf verwiesen wurde, dass zukünftig nur dann geliefert werden könne, wenn die gleiche Anzahl von Fässern, Flaschen und Kisten auch zurückgegeben werde. Bereits Anfang des Jahrs wurden die Bierlieferungen kontingentiert – im Durchschnitt erhielten die Kunden nur noch 75 Prozent der sonst üblichen Bezüge.

1917-1926
1917
1917
100-jähriges Jubiläum der Brauerei

1917 wurde die Brauerei fast unbemerkt 100 Jahre alt. Da der Erste Weltkrieg wütete, war an eine Feier nicht zu denken.

1918
1918
Anschaffung einer Limonadenanlage

1918 war der Mangel an benötigten Rohstoffen so groß, dass nur noch Ersatzbier hergestellt werden konnte. Erschwerend kamen kriegsbedingte Kupferabgaben hinzu. Da die Bierherstellung mittlerweile unmöglich geworden war, nahm die Brauerei kurz vor Kriegsende eine Anlage zur Limonaden-Herstellung in Betrieb. Von der Brause-Limonade mit Zitronen- und Himbeer-Geschmack konnten bereits im ersten Jahr 206.000 Flaschen verkauft werden.

1919
1919
Erstmals wieder qualitativ hochwertiges Pilsener

Im September 1919 stellte die Brauerei erstmals – nach Ende des Ersten Weltkriegs - wieder Pilsener her, wenn auch zunächst nur mit sechs Prozent Extraktgehalt. Erst zwei Jahre später konnte es wieder in seiner vollen Stärke gebraut werden.

1919
Dünnbier-Jahre

Im September 1919 stellte die Brauerei erstmals wieder Pilsener her, wenn auch zunächst nur mit sechs Prozent Extraktgehalt. Erst zwei Jahre später konnte es wieder in seiner vollen Stärke gebraut werden. Nach und nach gelang es in der Folgezeit, den eigenen Fuhrpark wiederaufzubauen und den Vertrieb aufzunehmen.

1919
Bitburger in Köln

Bereits 1919 wurde eine Vertretung für den Kölner Raum gegründet, die sich frühzeitig als ein wichtiges Verteilerzentrum etablierte und heute als Trinkkontor Bitburger Bier GmbH firmiert. Aus der Vertretung entstand 1937 zunächst die „Bitburger-Bier-Gesellschaft“ und im Jahr darauf eine neue Bitburger Niederlassung mit Anschluss an das Schienennetz. Das Fassbier konnte nun per Bahn direkt nach Köln transportiert werden.

1919
Neues System zur Fasskontrolle

Theobald Simons Söhne Josef und Bertrand Simon, die die Geschäfte ihres Vaters weiterführten, wurden bereits 1907 zu Teilhabern der Brauerei. Auch sie interessierten sich für technische Neuerungen und arbeiteten selbst an innovativen Ideen und Verbesserungen. 1919 führte Josef ein „Fasskartenkontrollsystem“ ein, um den Rücklauf der ausgelieferten Fässer sicherzustellen. Die handwerklich gefertigten Holzfässer wiesen individuelle Volumen auf. Daher beinhalteten die Karteikarten die spezifische Fassnummer und den eichamtlich festgestellten Inhalt. Mit Stempelaufdruck wurde vermerkt, wann und an wen das Fass ausgeliefert und wieder zurückgekommen war.

1921
1921
Eigenes Brauerei-Labor

Schon Theobald Simon wusste, dass sich eine kontinuierlich hohe Produktqualität nur durch regelmäßige Kontrollen erzielen lässt. Bereits 1889 kaufte er deshalb ein Mikroskop für 125 Reichsmark, nachdem er einen mikroskopischen Kurs in Berlin besucht und die Einsatzmöglichkeiten für die Brauerei kennengelernt hatte. Seine beiden Söhne Josef und Bertrand Simon setzten seinen Qualitätsanspruch fort und schrieben in den 1920er Jahren als Unternehmensrichtlinie fest, dass alle „technischen Fortschritte, welche der Qualität dienen“, genutzt und nur „allerbeste Rohmaterialien“ gekauft werden dürfen. Für 175.000 Reichsmark richteten sie 1921 ein für damalige Verhältnisse hochmodernes Brauerei-Labor ein, da der zunehmende Versand des Bieres höchste Anforderungen an seine Haltbarkeit stellte. In Sachen Qualitätssicherung übernahm Bitburger damit eine Vorreiterrolle in der deutschen Brauwirtschaft.

1921
Überschreitung der Vorkriegsproduktion

1921 wurde erstmals die Vorkriegsgproduktion überschritten.

1922
11.05.1922
Theobald Simon wird Ehrenbürger

Mit unternehmerischem Weitblick und innovativen Ideen führte Theobald Simon die einst kleine Landbrauerei zum Erfolg und machte sie zu einem hochmodernen und weit über die Grenzen Bitburgs hinaus bekannten Unternehmen. Doch nicht nur der Brauerei, auch seiner Heimatstadt und hier insbesondere den Armen und Hilfsbedürftigen galt sein Engagement. Am 11. Mai 1922 wurden Theobald Simon die Ehrenbürgerrechte der Stadt Bitburg verliehen.

1923
Ende Februar 1923
Inflation und Simonrubel

Rückzahlungen von Kriegsanleihen, Reparationszahlungen an die Siegermächte sowie die Besetzung des wirtschaftlich bedeutenden Ruhrgebiets stürzten Deutschland in eine schwere Wirtschaftskrise. Da vom unbesetzten Gebiet Deutschlands kein Geld mehr in die besetzten Gebiete geliefert wurde, gaben manche Kreise eigenes „Notgeld“ aus – so auch der Kreis Bitburg. Das hier ausgegebene Notgeld trug die Unterschrift von Josef Simon, der die Vertretung für den abgesetzten Landrat übernommen hatte, und wurde „Simonrubel“ genannt.

1924
1924
Stiftung von Amalie Simon

Aus Dankbarkeit, dass ihre beiden Söhne Josef und Bertrand gesund aus dem Krieg heimkehrten, stiftete Amalie Simon für die Gedächtniskapelle in der Bitburger Liebfrauenkirche die gemalten Fenster.

1924
Josef und Bertrand werden alleinige Inhaber

Nach Theobalds Tod 1924 wurden Josef und Bertrand Simon alleinige Inhaber der Firma.

1925
1925
Einrichtung eines Pensionsfonds

Gegenseitige Fürsorge ist im Familienunternehmen Bitburger seit jeher eine Selbstverständlichkeit: Wer bei Bitburger beschäftigt ist, gehört im weiteren Sinne zur Familie. Deshalb spielt die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bis heute eine zentrale Rolle. Bereits im Jahr 1925 stifteten Josef und Bertrand Simon als Grundstock für einen Pensionsfonds und zum Andenken an ihren Vater Theobald 20.000 Reichsmark. Langjährige Brauereimitarbeiter sollten so durch Pensionszahlungen im Ruhestand abgesichert sein, außerdem wurden Beihilfen bei Unfällen und Krankheiten gewährt. Damit war das Fundament für eine freiwillige betriebliche Altersvorsorge gelegt, die in veränderter Form bis heute besteht.

1927-1936
1927
19.06.1927
Erstes Sponsoring – Eröffnung des Nürburgrings

1927 machte Bitburger zum ersten Mal als Sponsor auf sportlichem Gebiet von sich reden. Bei der Eröffnung des Nürburgrings in der Eifel warben nicht nur großformatige Banden für Bitburger Pils, es wurde auch im Tribünenrestaurant ausgeschenkt.

1927
Einstellung des ersten Reisevertreters

Nach dem Zweiten Weltkrieg belieferte die Brauerei vor allem Gaststätten im Nahbereich, aber auch im Kölner Raum und dem Ruhrgebiet. Hier war Bitburger bereits zuvor traditionell stark vertreten, schließlich führte eine der ersten Zugverbindungen der Region von Köln nach Trier und darüber hinaus ins Ruhrgebiet. Da das Bier zunehmend auch in weiter entfernte Gebiete transportiert wurde, war es wichtig, den persönlichen Kundenkontakt nicht zu verlieren. 1927 stellte die Brauerei deshalb den ersten Reisevertreter ein, der die Gastwirte regelmäßig besuchte.

1928
1928
Simon-Späner für bessere Qualität

Um den Klärungsprozess und damit auch die Qualität des Bieres zu verbessern, entwickelte Bertrand Simon 1928 den sogenannten Simon-Späner, für den er ein Deutsches Reichspatent erhielt. Beim neuen Verfahren wurde das reifende Bier mithilfe von „Metallspänen“ geklärt. Diese adsorbierten wegen ihrer größeren Oberfläche mehr Trübstoffe als die bisher verwendeten Haselnuss- oder Buchenholzspäne und verbesserten dadurch den Klärungsprozess. Zudem ließen sie sich wesentlich einfacher steril halten. Neben der Verwendung in der eigenen Brauerei wurde der Simon-Späner auch erfolgreich ins In- und Ausland verkauft, bis die Herstellung mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wegen Materialmangels eingestellt werden musste.

1929
1929
Der Bitburger "Kenner"

Bitburger warb seit 1929 mit einer neuen, symbolträchtigen Figur für das beliebte Pilsener: Der damals sogenannte "Genießer", entwickelt vom Grafiker G. H. Heimig, betrat die Werbebühne und zierte von nun an Postkarten, Emailleschilder, Werbeanzeigen sowie Flaschenetiketten. Er wurde schnell fester Bestandteil des Bitburger Markenauftritts und ist als heutiger „Kenner“ Garant für höchste Qualität.

1930
1930
„Pokal Bitburg“ erstmals gefertigt

1900 führte das Unternehmen die ersten Biergläser ein, die nur wenige Jahre später mit einem eigenen Marken-Emblem – dem Bitburger Stadtwappen – versehen wurden. Die Gläser wurden immer beliebter und die Nachfrage stieg kontinuierlich an. Daher ließ Bitburger 1930 den „Pokal Bitburg“ fertigen, der unter der Bezeichnung „Gaston-Pokal“ bekannt wurde.

1931
1931
Gründung des Bitburger Brauerei-Chors

In der Brauerei entwickelte die Belegschaft einen besonderen musikalischen Eifer, der von Bertrand Simon gefördert wurde. 1931 gründeten Mitarbeiter mit seiner Unterstützung einen eigenen Männerchor, der bis heute besteht und der älteste Brauerei-Chor Deutschlands ist. Mitwirkende sind Mitarbeiter der Brauerei sowie Pensionäre, die dem Unternehmen weiterhin verbunden sind.

25.02.1931
Bitburger und die Bavaria-Brauerei

1905 heiratete Bertrand Simon die Tochter des Besitzers der Bavaria-Brauerei, Anna Clara Zangerle. Nach dem Tod ihres Bruders bildeten seine Erben und Bitburger 1931 eine Interessengemeinschaft, Bitburger übernahm Braustätte und Kundschaft. Nachdem die Bavaria-Brauerei Weihnachten 1944 vollständig zerstört wurde, erwarb Bitburger die Grundstücke und errichtete dort unter anderem die Gaststätte „Zangerles Eck“.

1935
1935
Fünfte Generation übernimmt die Leitung der Brauerei

Mit Dr. Theobald Simon, Dr. Hanns Simon und Bert Simon, den drei Söhnen von Bertrand Simon, übernahm schließlich die fünfte Generation die Leitung des Familienunternehmens. Theobald und Hanns traten 1935 als Teilhaber in die Brauerei ein. 1941 wurde Bert ebenfalls Teilhaber.

1936
29.03.1936
Anmeldung als Markenzeichen für „Bitte noch ein Bit“

Die Entwicklung des bekannten Werbeslogans „Bitte ein Bit“ nahm bereits Mitte der 1930er Jahre ihren Anfang. Am 29. März 1936 wurde der Spruch „Bitte noch ein Bit“ als Markenzeichen angemeldet und erstmals in einer Anzeigenserie eingesetzt.

1937-1946
1937
1937
Ein Bierbrunnen für Bitburg

1937 gab es in Bitburg ein besonderes Highlight: Ein Brunnen, aus dem Bier floss! Das war eine Weltneuheit, die noch heute in Bitburg zu bewundern ist. Mitte der 1930er Jahre kam dem damaligen Kreisleiter und Bürgermeister von Bitburg, Ernst Diedenhofen, eine Idee. Nach dem Vorbild der Weinbrunnen an Mosel und Rhein sollte es für Bitburg ein Bierbrunnen sein. Die Kosten von 6.000 Reichsmark übernahm die Brauerei. 1937 wurde der Brunnen gegenüber dem Brauerei-Ausschank „Zum Simonbräu“ errichtet. „Beda bibebat aquam cerevisiam ante Simonis“ – Bitburg trank Wasser, bevor Simon sein Bier braute – dies ist die Übersetzung eines der bekanntesten Sprüche, der die Säule seither ziert. Zusätzlich wurde in künstlerisch ausgeführten Reliefbändern die Zubereitung des Bieres seit ältesten Zeiten dargestellt. Dass hier tatsächlich Bier floss, ermöglichte eine damals kleine Sensation: Durch eine Bierzuleitung an einem der vier Wasserspeier kann Bitburger Pils gezapft werden. Dies geschieht allerdings nur zu besonderen Anlässen, so beispielsweise beim 150-jährigen Brauerei- Jubiläum im Jahr 1967. Zuletzt war der Bierbrunnen 2015 anlässlich der 1.300-Jahrfeier der Stadt Bitburg geöffnet. Am kommenden Sonntag, 9. Juli, gibt es anlässlich des 200-jährigen Brauerei-Jubiläums erneut Freibier aus dem Bierbrunnen.

1937
Goldmedaille für das Bitburger Pils

Auf der Weltausstellung in Paris erhielt die Bitburger Brauerei eine Goldmedaille für ihr Bitburger Pils.

1938
1938
Westindienfahrt von Bertrand und Clara Simon

Bertrand Simon und seine Frau Anna Clara unternahmen 1938 von Hamburg aus eine zweimonatige Kreuzfahrt nach Westindien. Auf dem Dampfer „Europa“ des Norddeutschen Lloyd konnten sie dabei nicht nur exotische Länder genießen, sondern auch ihr heimisches Bitburger Pils, das auf dem Schiff ausgeschenkt wurde.

1938
Absatzmarke überschreitet 100.000 Hektoliter

Ab Mitte der 1930er Jahre verzeichnete die Bitburger Brauerei eine enorme Nachfrage nach Bitburger Pils, sodass der Betrieb 1938 an seine Kapazitätsgrenze stieß. Die Absatzmarke überschritt erstmals 100.000 Hektoliter.

1941
1941
Eigener Betriebsarzt

Die Gesundheit der Mitarbeiter spielte schon immer eine wichtige Rolle. Ab 1941 kümmerte sich ein eigener Betriebsarzt um kleinere und größere Beschwerden. Heute können die Brauerei-Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements Präventions- und Fitnesskurse sowie Informationsveranstaltungen rund um Ernährung, Gesundheit und Sport besuchen.

1944
1944
Krieg und Zerstörung

Nachdem die Eifel in den ersten Jahren weitestgehend vom direkten Kriegsgeschehen verschont geblieben war, fielen im Juli 1944 erste Bomben auf Bitburg. Nur fünf Monate Später lagen Stadt und Brauerei in Trümmern. 65 Bomben trafen das Betriebsgelände. 

1945
1945-1946
Brüder treiben Wiederaufbau der Brauerei nach Kriegsende voran

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trieben die drei Brüder Dr. Theo, Dr. Hanns und Bert Simon den Wiederaufbau der fast vollständig zerstörten Brauerei erfolgreich voran. Es gelang ihnen, die im Krieg unterbrochenen Vertriebswege wiederaufzubauen und bundesweit zu expandieren.

07.081945
Erster Sud Dünnbier

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs begannen die Aufräumarbeiten. Nach der Reparatur der Kühlmaschine konnte bereits am 7. August 1945 der erste Sud Dünnbier gebraut werden, vier Jahre später dann wieder vollwertiges Bier.

1945
Schneller Wiederaufbau - Stunde der Frauen

Am 28. Februar 1945 marschierten die ersten amerikanischen Truppen in Bitburg ein, wo gerade die wichtigsten Versorgungsysteme instandgesetzt wurden. Neben den Wiederaufbauarbeiten in der Brauerei begann Ilse Simon Ostern damit, das noch in den Kellern lagernde Bier zu „verkaufen“ – es wurde vorwiegend gegen Brot und Zigaretten eingetauscht. Die Abfüllung erfolgte von Hand in alle Gefäße, die verfügbar waren. Jadzia Simon, der Frau von Hanns, war es unterdessen gelungen, eine Lizenz für den Brauerei-Ausschank „Zum Simonbräu“ zu organisieren, wo kurze Zeit später wieder Essen und Getränke ausgegeben werden konnten. Mit ihrer Beharrlichkeit war es Ilse Simon zwischenzeitlich gelungen, bei den Amerikanern die notwendigen Genehmigungen einzuholen, damit der Monteur, der die Eismaschine reparieren sollte, einen Pass für die Reise nach Bitburg erhielt. Nachdem außerdem die benötigten Ersatzteile und Kältemittel beschafft waren, konnte am 6. Juni das erste Eis gezogen werden.

1947-1956
1949
1949
Brauerei erwirbt manuell zu betätigende Flaschenabfüllanlage

1949 erwarb die Brauerei eine manuell zu betätigende Flaschenabfüllanlage, die es ermöglichte, die Flaschen erstmals mit Kronkorken zu verschließen. Im Vergleich zum bisherigen Bügelverschluss ließen sich die neuen Flaschen einfacher reinigen und das Bier blieb länger haltbar. Mit der Einrichtung einer neuen Flaschenkellerei mit kombinierter Spül- und Abfüllmaschine erfolgte 1951 die endgültige Umstellung vom Bügelverschluss auf Kronkorken.

16.08.1949
Endlich wieder vollwertiges Bier

Ab August 1945 produzierte Bitburger wieder sogenanntes Dünnbier. Allerdings dauerte es noch bis zum 16. August 1949, bis endlich wieder vollwertiges Bitburger Pils gebraut werden konnte

1949
Starkbier „Schwarzer Hahn“ ergänzt das Angebot

Trotz erheblicher Zerstörungen war die Brauerei im August 1945 wieder in der Lage, sogenanntes Dünnbier zu produzieren. Vollwertiges Bitburger Pils konnte erst wieder 1949 gebraut werden. Im selben Jahr ergänzte die Bitburger Brauerei ihr Angebot um ein obergäriges, schwarzbraunes Starkbier, den „Schwarzen Hahn“.

Juni 1949
Herbert-Nokus-Straße wird in Theobald-Simon-Straße umbenannt

Im Juni 1949 beschloss der Bitburger Stadtrat, die im Siedlungsgebiet Brühl gelegene Herbert-Nokus-Straße nach dem am 11. Mai 1922 zum Ehrenbürger der Stadt ernannten Kommerzienrat Theobald Simon, in „Theobald-Simon-Straße“ umzubenennen.

1949
Bitburger beliefert Berlin

Nachdem 1949 die Berlin-Blockade aufgehoben wurde, kam Bitburger als erste westdeutsche Brauerei zurück auf den Markt der Vier-Sektoren-Stadt. Auch die Exporte nahmen wieder Fahrt auf: Sie führten 1950 nach Luxemburg und ins Saargebiet, ein Jahr später nach Brüssel und sogar nach Haiti.

1950
Anfang 1950er Jahre
Einführung der „Stubbi“-Flasche

Anfang der 1950er Jahren führte das Unternehmen eine neue Flaschenform ein: die 0,33-Liter Steinie-Mehrwegflasche, besser bekannt unter der Bezeichnung „Stubbi“, die heute Kultstatus genießt.

1951
1951
Kronkorken lösen Bügelverschluss ab

In Sachen Qualitätssicherung übernahm Bitburger schon früh eine Vorreiterrolle: Nach und nach kamen immer wieder neue Aufgaben, wie die Überwachung der Abfüllhygiene und die Erforschung neuer Verfahren und Verschlüsse, hinzu. Ein wichtiger Meilenstein war die flächendeckende Umstellung vom Bügelverschluss auf den hygienischen Kronkorken im Jahr 1951. Die Bierflaschen waren dadurch einfacher zu reinigen und die Haltbarkeit des Bieres wurde verbessert. Auch die gezielte Werbung mit dem Slogan "Kronkorken mit Sicherheit, Garantie für Sauberkeit" überzeugte nachhaltig.

1951
„Spezial-Export“

Die Brauerei erweiterte ihr Angebot um neue Sorten. 1951 kam die weniger hopfenbetonte Sorte „Spezial-Export“ hinzu, die später in „Simonbräu-Export“ umbenannt wurde.

Mai 1951
Grundsteinlegung für „Clara-Simon-Gartensiedlung“

Im Mai 1951 fand die feierliche Grundsteinlegung für die vom Bitburger Architekten Bert Emmerich entworfene „Clara-Simon-Gartensiedlung“ statt. Die Siedlung, die auf einem Grundstück aus dem Privatbesitz von Clara Simon, der Frau von Bertrand Simon, entstand, bot langjährigen Mitarbeitern der Brauerei die Möglichkeit, kostengünstig ein Eigenheim zu erwerben. Da durch den Krieg und Straßenverbreiterungen viele Bäume in Bitburg zerstört wurden, verfügte die 1957 eingeweihte Siedlung über besonders großzügig angelegte Gärten.

1951
„Bitte ein Bit“

1951 präsentierte Bitburger auf der bedeutendsten Fachmesse der Ernährungswirtschaft, der ANUGA in Köln, „Bitte ein Bit“ als Werbeslogan. Rasch wurde er zum Kernelement der Bitburger Werbeaktivitäten. Das Besondere: Dr. Theobald Simon lieferte die Vorlage für den charakteristischen Schriftzug. Noch heute trägt der Spruch die wesentlichen Züge seiner Handschrift. Seine Signatur ist seither das Erkennungszeichen für einen ausgezeichneten Ruf durch einzigartigen Geschmack.

1952
1952
Alkoholfreies Malzbier „Bio-Bit“

1952 ergänzte ein alkoholarmes Malzbier die Angebotspalette: Das „Bio-Bit“ wurde eingeführt.

1955
25.10.1955
Bertrand Simon wird zum Ehrenbürger Bitburgs ernannt

Nach dem Ersten Weltkrieg gelang es Bertrand Simon (1882-1958) gemeinsam mit seinem Bruder Josef Simon (1879-1947), die Bitburger Brauerei zum größten Unternehmen der Stadt zu machen. Darüber hinaus übte Bertrand zahlreiche Ehrenämter aus und arbeitete in vielen Vereinen mit. Damit machte er sich um Bitburg verdient und wurde am 25. Oktober Ehrenbürger der Stadt.

1955
Zangerles Eck

1944 wurde die Bavaria-Brauerei völlig zerstört. Auf dem Eckgrundstück errichtete die Bitburger Brauerei 1955 unter anderem die Gaststätte „Zangerles Eck“.

Mitte 1950er
Erster TV-Spot wird gedreht

Schon früh warb Bitburger auch mit bewegten Bildern. Damit wurde der Grundstein für einen bundesweit steigenden Bekanntheitsgrad gelegt. Mitte der 1950er drehte die Brauerei ihren ersten TV-Spot in Schwarzweiß. 1957 folgte ein Zeichentrickspot in Multicolor, der in den Kinos ausgestrahlt wurde. 1968 schuf Bitburger den „Bit-Typen“, der die Marke wirkungsvoll in Szene setzte.

1955
Einführung des „Beda-Bock“

1955 führte die Brauerei ein helles Starkbier, das „Beda-Bock“, ein.

1957-1966
1958
1958
Ein neues Sudhaus wird errichtet

Unmittelbar nach Kriegsende begannen die Aufräumarbeiten. Nach der Reparatur der Kühlmaschine konnte bereits im August 1945 der erste Sud gebraut werden, vier Jahre später dann wieder vollwertiges Bier. Kurze Zeit darauf startete eine neue Flaschenkellerei mit kombinierter Spül- und Abfüllmaschine. Die Brauerei entwickelte sich rasant weiter. 1958 wurde der Bau eines neuen Sudhauses erforderlich, das im März des Folgejahrs seinen vollen Betrieb aufnahm. Bitburger errichtete das Sudhaus genau dort, wo Johann Peter Wallenborn 1817 die Brauerei gründete. Mit zwei Sudwerken stieg die Jahresproduktion auf 200.000 Hektoliter. Heute ist das inzwischen historische Sudhaus Herzstück der neuen Bitburger Marken-Erlebniswelt.

01.08.1957
Vorbereitungen für Sudhaus-Neubau starten

Im 140. Betriebsjahr begannen die ersten Maßnahmen für das bis dato größte Bauvorhaben in der Geschichte der Bitburger Brauerei - den Neubau des Sudhauses. Zunächst wurden das alte Bürohaus und die alte Flaschenkellerei abgerissen. Im Jahr darauf begannen schließlich die Bauarbeiten für das neue Gebäude.

1958
Vorkriegsausstoß wird erreicht

1958 erreichte die Brauerei wieder ihren Vorkriegsausstoß. Zu dieser Zeit erfolgte die Belieferung der Kunden fast ausschließlich über den Getränkefachgroßhandel. Mehr als 100 Vertretungen sorgten in West- und Süddeutschland, Berlin und Westeuropa für stets frisches Bitburger Pils.

1962
1962
Tropentest

1962 erhielt die Brauerei im Tropentest der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft eine Auszeichnung. Dabei wurde u. a. Bitburger Pils im Rahmen einer viermonatigen Schiffsreise einmal über den Äquator und zurück transportiert, um Haltbarkeit und Qualität zu überprüfen.

1962
Umstellung – aus Holz wird Kunststoff

1961 stellte Bitburger den Verladebetrieb für Flaschenbier nach und nach auf Paletten um. Im selben Jahr ersetzten Leichtmetallfässer die schweren Holzfässer, was – zusätzlich zur Qualitätsverbesserung – die Auslieferung vereinfachte und die Frachtkosten senkte. Ähnliche Vorteile verbuchte das Unternehmen ab 1962 mit der Umstellung von Holz- auf Kunststoffkästen.

1964
2.11.1964
Aus Holzfässern werden Aluminiumfässer

Bis Anfang der 1960er Jahre füllte Bitburger das Bier in Holzfässer ab, die in der brauereieigenen Küferei hergestellt und repariert wurden. Bevor das Bier in die Fässer floss, mussten sie gepicht und auf Dichtigkeit geprüft werden. Bedingt durch die handwerkliche Herstellung unterschieden sich die Fässer oft deutlich in ihrem Füllvolumen, so dass jedes Fass nummeriert und amtlich geeicht werden musste. Ab 1961 ersetzte die Brauerei die bisher verwendeten Holzfässer durch Aluminiumfässer mit einheitlichem Volumen. Dies verbesserte nicht nur die Qualität, sondern vereinfachte auch die Auslieferung und senkte die Frachtkosten.

1964
Neue Akzente durch den „Bitburger Pokal“

Für eine beachtenswerte Präsentation in der Gastronomie sorgte ab 1964 der „Bitburger Pokal“. Dieses Glas zeichnete sich durch seine besondere Form aus: ein ebenmäßiger Kelch auf sechskantigem Stiel. Damit übernahm Bitburger eine Vorreiterrolle unter den deutschen Brauereien und setzte mit dem eigenen hochwertigen Exklusiv-Glas Akzente in der Gastronomie.

1965
1965
Erstes Europäische Folklore-Festival

Von Beginn an unterstützte Bitburger das Europäische Folklore-Festival, das 1965 erstmals in Bitburg stattfand und damals noch „Europäisches Grenzlandtreffen” hieß. Heute ist es eines der größten Folklorefeste in ganz Deutschland.

1965
Spezialausschänke in ausgewählten Innenstadtlagen

Um ihr Bitburger Pils auch in entlegeneren Gebieten noch bekannter zu machen, richtete die Brauerei 1965 erste Spezialausschänke in ausgewählten Innenstadtlagen ein. Diese ließ sie hochwertig ausbauen. Der einheitlich gestaltete Auftritt bei den Gastronomiepartnern garantierte einen hohen Wiedererkennungswert. Restaurants und Gaststätten dienten nun als repräsentative Aushängeschilder der Brauerei. Mit diesem Konzept hob sich Bitburger bundesweit von den Mitbewerbern ab.

1966
1966
Geschäftsaufnahme mit Hopfenbauer Dick

Heute stammt ein Teil des verwendeten Hopfens aus dem Anbaugebiet Bitburg-Prüm. In Holsthum wird auf dem Hopfenhof Dick seit mehr als 40 Jahren exklusiv für Bitburger der „Bitburger Siegelhopfen“ angebaut. Er gilt als einer der besten der Welt.

1967-1976
1967
23.06.1967
150 Jahre Bitburger

1967 feierte die Bitburger Brauerei ihren 150. Geburtstag. Die Feierlichkeiten erstreckten sich über drei Tage.

1968
1968
Gründung Dr. Hanns-Simon-Stiftung

Dr. Hanns Simon widmete sich mit besonderer Hingabe der kulturellen Förderung in seiner Heimatstadt. 1968 gründete der Kunstmäzen daher eine Stiftung für gemeinnützige Zwecke, die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung. Heute bildet sie mit dem 1976 eröffneten Haus Beda den kulturellen Mittelpunkt in Bitburg und der Südeifel. Hier finden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen in den Bereichen Musik, Kunst und Sport statt.

1968
Einstellung der hauseigenen Eisproduktion

Anfang 1968 stellte die Brauerei ihre hauseigene Eisproduktion ein. Den Bedarf an Stangeneis deckte sie mit Lieferungen der Trierer Löwenbrauerei, bis der technische Fortschritt auch diese Art der Kühlung entbehrlich machte.

15.01.1968
Richtfest des Tanksilo-Hochhauses

In den Jahren 1966 bis 1969 errichtete die Brauerei zur Lagerung des Bieres ein elfstöckiges Tanksilo für 124 liegende Metalltanks à 760 Hektoliter. Am 15. Januar 1968 konnte Richtfest gefeiert werden. 1969 wurden schließlich der zweite und dritte Block des Tanksilo-Hochhauses fertiggestellt. Das Gebäude hatte damit von der Kellersohle bis zur Aussichtsplattform eine Höhe von 64,4 Metern.

1970
Anfang 1970er Jahre
Neues Etikettendesign

Anfang der 1970er Jahre entwickelte Bitburger ein neues Etiketten-Design in weiß-goldener Optik, das Etikett selbst nahm die Formsprache des „Kenners“ an und der Schriftzug „Bitburger“ rückte klar ins Zentrum.

1971
21.06.1971
Spatenstich in Süd

Am 21. Juni 1971 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Braustätte. Nur zwei Jahre später fand die Grundsteinlegung für die Flaschenbierabfüllung statt, die 1974 ihren Betrieb aufnahm. Der Transport des filtrierten Bieres aus der Braustätte Nord erfolgte zunächst im 24-Stunden-Betrieb mittels Containerfahrzeugen über die Bundesstraße.

1971
Patenschaft für „Jugend forscht“

Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die Bitburger Brauerei Patenunternehmen von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“, dem größten Jugendwettbewerb Europas. 1971 erklärte sich Dr. Hanns Simon für das Amt des Patenbeauftragten bereit. Bereits ein Jahr später fand der erste Wettbewerb in Bitburg statt. „Wir haben die Patenschaft übernommen, da uns die Förderung naturwissenschaftlich begabter Jugendlicher als eine dringend notwendige Aufgabe erscheint“, erklärte Dr. Hanns Simon zum Start des Regionalwettbewerbs in Bitburg.

1971
Bitburger Pils wird Monomarke

In den 1960er Jahren begann die Bitburger Brauerei, die Sortenvielfalt nach und nach zu reduzieren, um sich schließlich ab 1971 mit Bitburger Pils auf eine Monomarkenstrategie zu konzentrieren. Grund dafür war die zunehmende Beliebtheit der Sorte Pils. Zudem galten die Bitburger Brauer schon zu dieser Zeit mit ihrem Know-how als ausgesprochene Pilsspezialisten.

1973
1973
Eine Million Hektoliter

Der Bitburger Jahresausstoß erreicht eine Million Hektoliter.

1973
Bitburger setzt Sauerstoffmessgerät ein

Die Frische ihres Bieres zu sichern war und ist für die Bitburger Brauerei von jeher ein besonderes Anliegen. Dabei stellte sich der Biertransport in Ferngebiete als eine besondere Herausforderung dar. Hier galt es, beim Füllen der Flaschen den Sauerstoffgehalt im Bier zu minimieren. Denn durch den Zutritt von Luft altert das Bier vorzeitig. Als eine der ersten Brauereien setzte Bitburger 1973 daher ein Sauerstoffmessgerät ein.

1973
Erster Großrechner wird in Betrieb genommen

Bitburger hat schon früh erkannt, dass Computer die Prozessabläufe in Unternehmen deutlich effizienter unterstützen und mitgestalten können. Bereits 1973 nahm die Brauerei den ersten Großrechner in Betrieb.

1974
15.10.1974
Inbetriebnahme der neuen Flaschenbierabfüllung in Süd

1971 erfolgte der erste Spatenstich für die neue Braustätte. Zwei Jahre später fand die Grundsteinlegung für die Flaschenbierabfüllung statt, die am 15.10.1974 ihren Betrieb aufnahm. Der erste Bauabschnitt der neuen Braustätte war damit erfolgreich abgeschlossen.

1974
Umstellung auf Kieselgurtfilter

In der Braustätte Bitburg-Nord wurde die aufwändige Masse- auf eine innovative Kieselgurtfiltration des Bieres umgestellt.

1976
16./17.10.1976
Einweihung Haus Beda

Das Haus Beda, kultureller Mittelpunkt in Bitburg und der Südeifel, wurde mit Mitteln der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung errichtet. Am 16./17. Oktober 1976 fand die feierliche Einweihung statt. Das Haus Beda bietet das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen in den Bereichen Musik, Kunst und Sport.

1976
Ausweitung des Exports

Das Exportgeschäft wurde ausgedehnt: 1976 kamen neue Stützpunkte in Italien (Südtirol) und den Niederlanden hinzu.

1976
Die sechste Familiengeneration übernimmt

Bereits 1971 verstarb Bert Simon. 1974 zog sich Hanns aus der aktiven Tätigkeit in den Beirat der Brauerei zurück, sein Bruder Theobald folgte ein Jahr später. Er starb 1978 im Alter von 72 Jahren. Dr. Hanns Simon stand der Brauerei bis zu seinem Tod 1989 noch fast 15 Jahre als Berater zur Seite. 1975 ging die Unternehmensführung an die sechste Familiengeneration über. Dr. Michael Dietzsch, verheiratet mit Dr. Hanns Simons Tochter Christa, übernahm den Geschäftsbereich Marketing und Vertrieb, Dr. Axel Th. Simon, Sohn von Bert Simon, führte das Ressort Technik und Umwelt und Dr. Dr. h.c. Thomas Niewodniczanski – seit 1960 verheiratet mit Marie-Luise, Tochter von Dr. Theobald Simon – verantwortete das Ressort Personal und Finanzen. Am neuen Standort in Süd errichtete das Trio eine der modernsten Braustätten Deutschlands. Gleichzeitig gelang es ihnen, den Vertrieb bundesweit auszubauen und Bitburger als Fassbiermarke Nummer eins zu etablieren.

01.03.1976
Letzte Fahrt des Pferdefuhrwerks

Am 1. März 1976 unternahm das letzte verbliebene Pferdefuhrwerk seine letzte Fahrt und die beiden Pferde Pierre und Max gingen in den wohlverdienten Ruhestand.

02.02.1976
Inbetriebnahme der zweiten Abfüllstraße in Süd

Nachdem im Jahr 1974 die Flaschenbierabfüllung in der neuen Braustätte in Bitburg-Süd erstmals ihren Betrieb aufnahm, lief am 2. Februar 1978 bereits die zweite Abfüllstraße an. In Bitburg-Nord wurde von nun an nur noch Fassbier abgefüllt.

1977-1986
1977
1977
Erprobung neuer Technik

1977 erfolgten in Bitburg-Nord erste Gärversuche in zwei stehenden Stahltanks à 2.000 Hektoliter. Diese etwa 20 Meter hohen Gefäße mit einem konischen Auslauf zur Befüllung bzw. Entleerung sollten in der neuen Braustätte anstelle der herkömmlichen arbeits- und energieaufwändigen Gärbottiche und liegenden Lagertanks aufgestellt werden. Sie ermöglichten es, die bei der Gärung anfallende Kohlensäure aufzufangen und einer weiteren Verwendung zuzuführen. 

1978
1978
Erster Export in die USA

1978 ging die erste Lieferung Bitburger Pils in die USA, ein Jahr später nach Mallorca. Zudem konnte die Brauerei inmitten des Hongkonger Geschäftszentrums Kowloon den ersten mit deutschem Bier belieferten Ausschank in Asien vorweisen.

1978
Längste Bier- und Würzeleitung Deutschlands

Im Februar 1978 lief in Süd bereits die zweite Abfüllstraße an, während in Nord von nun an nur noch das Fassbier abgefüllt und verladen wurde. Der Container-Pendelverkehr konnte im selben Jahr durch ein 2,7 Kilometer langes, entlang der Bundesstraße verlegtes Bündel von Leitungen aus einem getränkefreundlichen PE-Kunststoff ersetzt werden. Mit dieser Pipeline wurde unfiltriertes, fertiges Bier sowie gekühlte Würze von der alten zur neuen Braustätte gepumpt.

1978
Höhere Schaumstabilität

Bitburger setzte erstmals ein Gerät zur Messung der Schaumstabilität ein und nahm in Sachen Produktqualität erneut eine Vorreiterrolle ein. 

15.04.1978
Ein neues Sudhaus für die Braustätte Süd

Mit anhaltend steigender Nachfrage stieß die Braustätte in Bitburg-Nord an ihre Kapazitätsgrenzen. Eine neue Braustätte wurde geplant. Den Anfang machte eine neue Flaschenbierabfüllung, die 1974 ihren Betrieb aufnahm. Vier Jahre später, am 15. April 1978, wurde mit den Ausschachtungsarbeiten für das neue Sudhaus begonnen. Im November 1980 fand schließlich die offizielle Einweihung statt.

1979
20.01.1979
Dr. Hanns Simon wird Ehrenbürger der Stadt Bitburg

Dr. Hanns Simon (1908-1989) widmete sich mit besonderer Hingabe der kulturellen Förderung in seiner Heimatstadt. Er war 1948 Mitbegründer der Kulturgemeinschaft Bitburg und gründete 1968 eine kulturelle Stiftung - die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung. Das 1976 durch die Stiftung errichtete Haus Beda bildet seither den kulturellen Mittelpunkt in Bitburg und der Südeifel. Am 20. Januar 1979 wurden Dr. Hanns Simon die Ehrenbürgerrechte der Stadt Bitburg verliehen.

1980
20.06.1980
Erster Sud im neuen Sudhaus

Das neue Sudhaus in Bitburg-Süd wurde in Rekordzeit errichtet. Bereits am 20. Juni 1980 konnte der erste Sud gebraut werden.

1982
1982
Zusatz „Premium“

Seit 1982 Jahren trägt Bitburger Pils den Zusatz „Premium“, der unter anderem auf seine besondere Qualität und die hohe Bekanntheit verweist.

1982
Ausbau der Braustätte Süd

Die Brauerei investierte in den weiteren Ausbau der Braustätte Süd. 1982 begann der Bau des neuen Anstell-, Gär- und Lagerkellers, der ein Jahr später in Betrieb genommen wurde. Nun waren eine Gärdauer von zwei Wochen und eine Reifezeit von vier Wochen möglich.

1985
1985
Edelstahlfässer halten Einzug

Ab 1985 hielten Edelstahlfässer, sogenannte KEGs, Einzug bei Bitburger. Neben einer erneuten Qualitätsverbesserung wurden auch das Anzapfen und Reinigen vereinfacht.

1987-1996
1987
1987
GWA zeichnet Werbekampagne mit dem Gold-Effie aus

Die Werbung der 1980er Jahre folgte dem aktuellen Lifestyle-Trend. Passend dazu präsentierte Bitburger die exklusive „Weiße Linie“, die das Produkt stärker in den Mittelpunkt stellte. 1987 zeichnet der Gesamtverband der werbetreibenden Agenturen (GWA) die Bitburger Werbekampagne als die beste in der Kategorie „Food“ mit dem Gold-Effie aus.

1987
Bitburger ist größte deutsche Biermarke

Durch die Konzentration auf die Marke „Bitburger“ konnten vor allem die Werbemaßnahmen viel effektiver umgesetzt werden. Die Strategie hatte Erfolg: 1987 stieg Bitburger zur größten deutschen Biermarke auf.

1987
Erster Modulkasten der Braubranche

1987 brachte Bitburger den neuen Bit-Premium-Modulkasten auf den Markt, der mit extragroßen Werbeflächen in der Braubranche neue Maßstäbe setzte.

1987
Fernwärmeversorgung der Housing

Nachhaltigkeit bei Bitburger: Von 1987 bis Mitte 2016 wurde die Housing, die ehemalige Wohnsiedlung amerikanischer Soldaten, mit Fernwärme aus der Brauerei versorgt.

1989
1989
Einweihung neues Kommunikationszentrum

Um den Bitburger Fans ihre Marke noch näher zu bringen, errichtete die Brauerei 1989 ein neues Kommunikationszentrum. Hier erhielten die Besucher einen multimedialen Einblick in die Bitburger Welt.

1990
1990
Umstellung auf Niederdruckkochung

1990 stellte das Unternehmen auf Niederdruckkochung um – ein Verfahren, das die Bier-Qualität weiter verbesserte und zusätzlich Energie einsparte.

1990
Versuchsbrauerei setzt Standards

Bitburger investierte in eine eigene Versuchsbrauerei – mit 20 Hektolitern pro Sud zu dieser Zeit die größte ihrer Art in Deutschland. In der autarken, in sich geschlossenen Braustätte werden bis heute neue Anlagen und Verfahren geprüft, Rohstoffe untersucht und Messeinrichtungen getestet, aber auch neue Produkte entwickelt und erprobt. Die Versuchsbrauerei ist heute als Craftwerk Brewing bekannt.

1992
1992
Einführung Drive und Light

1992 führte die Brauerei die neuen Sorten Bitburger Drive Alkoholfrei und das alkohol- und kalorienreduzierte Bitburger Light ein, unterstützt von einer Markenkampagne rund um die Bitburger „Drillinge“. Damit reagierte Bitburger auf die Wünsche nach alkohol- und kalorienreduzierten Getränken für einen bewussteren Konsum. Bitburger wurde Dachmarke.

1992
Bitburger wird Fassbiermarke Nummer Eins

1992 kurbelte die Einführung von Bitburger Drive Alkoholfrei und Bitburger Light den Absatz zusätzlich an. Im selben Jahr wurde Bitburger mit rund 1.225.000 Hektolitern schließlich Deutschlands Fassbiermarke Nummer eins. Ein riesiger Erfolg, der bis heute anhält: Nach wie vor ist Bitburger das meistgezapfte Bier an deutschen Theken.

1992
Bitburger wird Partner des DFB

1992 wurde Bitburger offizieller Exklusivlieferant für alkoholfreies Bier des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). 1999 erhielt Bitburger als erstes Unternehmen der Brauindustrie Branchenexklusivität beim DFB; seitdem ist die Marke auch am Spielfeldrand auf den Banden vertreten.

1992
Rudolf M. Habel übernimmt Vorsitz der Geschäftsführung

1994 übernahm Rudolf M. Habel, Schwager von Dr. Axel Th. Simon und niedergelassener Rechtsanwalt, den Vorsitz der Geschäftsführung. Er kümmerte sich vor allem um die Weiterentwicklung der Gruppenstruktur.

1994
1994
Überarbeitung der Außenwerbung

1994 erfolgte eine Überarbeitung der Außenwerbung, um mit einem einheitlichen Erscheinungsbild in der Gastronomie einen noch höheren Wiedererkennungswert zu garantieren.

1996-2007
1996
1996
Offizielle Einweihung der eigenen Abwasserreinigungsanlage

Ein weiteres Beispiel für eine nachhaltige Investition ist die unternehmenseigene Abwasserreinigungsanlage, die 1994 in Betrieb ging und zwei Jahre später offiziell eingeweiht wurde. Sie verfügt über eine zusätzliche Vorreinigung und erzeugt hier Biogas, das bis heute zur Deckung des Energiebedarfs der Brauerei eingesetzt wird.

1997-2006
1997
1997
Auszeichnung als umweltfreundliches Unternehmen

1997 wurde Bitburger in der Kategorie "Umweltfreundliches Unternehmen" mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

1998
1998
Produktionsverlagerung abgeschlossen

Die Brauerei erweiterte und modernisierte in Bitburg-Süd nach und nach Abfüllanlagen und Sudhauskapazitäten, bis die Produktionsverlagerung 1998 von Nord nach Süd schließlich abgeschlossen war. Damit ging die Bierproduktion in Nord nach über 180 Jahren Braubetrieb zu Ende.

23.04.1998
Konzeptfabrik – die Bitburger Ideenschmiede

Die Bitburger Brauerei ist ihren Gastronomen nicht nur ein zuverlässiger Geschäfts-, sondern auch ein kompetenter Servicepartner, der sie mit neuen Ideen und Konzepten rund um die aktuellen gastronomischen Fragestellungen unterstützt. Am 23. April 1998 – dem Tag des Deutschen Bieres – eröffnete die Konzeptfabrik, die Gastronomen seither mit umfassendem Know-how, kreativen Denkanstößen und praktischer Unterstützung zur Seite steht. Dabei gibt die Ideenschmiede den Gastronomen auf Wunsch auch systemorientierte Konzepte an die Hand, die aktuellen Branchentrends Rechnung tragen.

2000
2000
Patenschaft für Theobald-Simon-Schule

Im Jahr 2000 übernahm die Bitburger Brauerei die Patenschaft für die Berufsbildende Schule in Bitburg. Seitdem trägt die Einrichtung den Namen Theobald-Simon-Schule und hat sich Weltoffenheit auf die Fahnen geschrieben – eine Eigenschaft, die auch für Theobald Simon zu seiner Zeit von besonderer Bedeutung war. Schließlich hat er jahrelang dafür gearbeitet, seine Brauerei weit über die Grenzen Bitburgs bekannt zu machen und dazu in aller Welt Kontakte geknüpft.

2000
Bitburger wird Olympia-Partner Deutschland

Im Jahr 2000 engagierte sich Bitburger erstmals im Zeichen der fünf Ringe - als offizieller "Olympia Partner Deutschland".

2000
Matthäus Niewodniczanski wird Geschäftsführer der Bitburger Holding

Ab 1995 wurde Rudolf M. Habel von Matthäus Niewodniczanski, ältester Sohn von Dr. Thomas Niewodniczanski, unterstützt. Der Diplom-Kaufmann leitet seit 2000 als Geschäftsführer die Bitburger Holding.

2001
2001
Überarbeitung der Flaschenausstattung

2001 endete die Zeit der traditionellen 0,33-Liter-Vichy- Flasche und Bitburger führte die neue 0,33-Liter-Longneck-Mehrwegflasche ein. Mit der neuen Flasche fand auch ein Wechsel hin zu einer ovalen Etikettenform statt. Die Farben Gold und Weiß wurden als typische Bit-Farben beibehalten.

2001
Inbetriebnahme Multipackanlage

Die 2001 in Betrieb genommene neue Abfüllanlage V ist als Multipackanlage ausgelegt, die Gebindeeinheiten von Dreier- bis 24er-Packs erstellt.

2004
2004
Neue Kastengeneration

2004 folgte eine neue Kastengeneration: In einer der größten Logistik-Aktionen der Unternehmensgeschichte wurden die bisherigen Kästen durch Kästen im neuen Corporate Design ersetzt. Bitburger tauschte mehr als 1,6 Millionen Stück im laufenden Tagesgeschäft aus.

2005
2005
Neu: Bitburger Radler

2005 führt die Brauerei Bitburger Radler ein. 

2006
2006
Jan Niewodniczanski wird Geschäftsführer Technik und Umwelt

Seit 2006 führt Jan Niewodniczanski, Diplom-Ingenieur für Brauwesen und Getränketechnologie, als Nachfolger von Dr. Axel Th. Simon das Ressort Technik und Umwelt der Bitburger Braugruppe. Jan und Matthäus Niewodniczanski repräsentieren heute die siebte Familiengeneration im Unternehmen.

2007-2016
2007
2007
Drive wird zu Bitburger Alkoholfrei 0,0%

2007 wurde aus Bitburger Drive die neue Marke Bitburger Alkoholfrei 0,0%. Das Besondere: Erst nach dem Abschluss des Brauprozesses wird dem Bier schonend der Alkohol entzogen, dadurch ist Bitburger 0,0% eines der wenigen alkoholfreien Biere mit 0,0% Alkohol.

01.01.2007
Starke Marken im Verbund

Seit Anfang 2007 agieren die fünf Traditionsmarken Bitburger, König Pilsener, Köstritzer, Wernesgrüner und Licher vereint unter dem Dach der Bitburger Braugruppe GmbH. Gemeinsam stehen die Marken für hunderte Jahre Brauhandwerk, Qualität, Tradition und Wissen. Stets orientiert an den Wünschen der Verbraucher, hat sich die Braugruppe als Verbund starker Marken zu einer der führenden Getränkegruppen Deutschlands entwickelt und setzt erfolgreich fort, was Johann Peter Wallenborn 1817 begann.

2008
2008
Startschuss von „TAT - Trier Aktiv im Team“

Auch in Trier ist Bitburger aktiv. Das Unternehmen gehört zu den Gründungsmitgliedern der Initiative „TAT - Trier Aktiv im Team“. Die Idee: Gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen aus der Region gehen eine Partnerschaft ein, um an einem bestimmten Tag gemeinsam ein soziales, kulturelles oder ökologisches Projekt zu realisieren. Nicht die finanzielle Unterstützung durch die Unternehmen steht hier im Vordergrund, sondern der persönliche Kontakt und die Arbeit im Team. Seit 2008 setzt Bitburger mit zahlreichen Mitarbeitern am einmal jährlich stattfindenden „Engagementtag“ ein konkretes Projekt um.

2008
Einführung der Bitburger Kenner-Flasche

2008 hat sich Bitburger dazu entschieden, im Bereich der Halblitergebinde brauereieigene Mehrwegflaschen statt der NRW-Poolflaschen zu nutzen. Die Qualität der Poolflaschen hatte in den Jahren zuvor kontinuierlich abgenommen. Seit Einführung der 0,5-Liter-Kenner-Flasche kann Bitburger diese nun selbst kontrollieren.

2008
PremiumDraft wird eingeführt

Mit PremiumDRAFT wurde 2008 ein Kleinzapfsystem eingeführt, das über eine eingebaute Kühlung für 10-Liter-Mehrweg-KEGs sowie integrierte Kohlensäure und Einwegbierleitungen verfügt.

2008
Verantwortungsvolle Produktvermarktung

Als Produzent von alkoholhaltigen Getränken ist sich die Bitburger Brauerei ihrer Verantwortung gegenüber ihren Kunden bewusst. Die Mehrheit der Verbraucher genießt Bier in einem verantwortungsvollen Maß, dennoch ist Alkoholmissbrauch ein gesellschaftliches Problem. Aus diesem Grund setzt sich Bitburger für eine verantwortungsvolle Produktvermarktung ein. Seit 2008 gibt der „Kodex zur verantwortungsvollen Produktvermarktung“ Leitplanken für die Marketing- und Kommunikationsaktivitäten der Brauerei vor. Um beispielsweise dem veränderten Mediennutzungsverhalten der Verbraucher gerecht zu werden, wurde der Kodex 2015 aktualisiert. 

2009
2009
„Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ der IHK

Heute gehört Bitburger zu den größten Ausbildungsbetrieben der Region und bildet Jugendliche in insgesamt zwölf unterschiedlichen Berufen aus. Dabei befinden sich die Ausbildungszahlen auf konstant hohem Niveau. 2009 erhielt die Brauerei für ihr hervorragendes und kontinuierliches Engagement in der beruflichen Ausbildung das Prädikat „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier.

2009
Eröffnung der Bitburger Marken-Erlebniswelt

Ein Beispiel für die Förderung der regionalen Wirtschaftsentwicklung und eine auf gegenseitigem Gewinn aufbauende Verschmelzung von wirtschaftlichen und kommunalen Interessen ist das Public Private Partnership-Projekt „Bitburger Marken-Erlebniswelt/Stadthalle“. Hier förderte die Bitburger Brauerei gemeinsam mit der Stadt Bitburg im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, der Region und der Marke Bitburger. Ziel war es, einen Teil des Brauerei-Areals inmitten der Stadt Bitburg zu einem städtebaulich hochwertigen Standort mit strukturpolitisch nachhaltigen Effekten zu entwickeln. 2009 wurden die Bitburger Marken-Erlebniswelt und die Stadthalle eröffnet, die seither noch mehr Gäste in die Bierstadt Bitburg ziehen.

2009
Corporate-Citizenship-Preis des Landes Rheinland-Pfalz

Im Laufe ihrer 200-jährigen Geschichte engagierte sich die Brauerei immer wieder für die Menschen in Bitburg und Umgebung. Damit möchte sie dazu beitragen, dass ihre Heimatregion attraktiv und lebenswert bleibt, denn unternehmerisches Handeln geht für sie Hand in Hand mit gesellschaftlicher Verantwortung. 2009 wurde das Unternehmen für sein regionales Engagement mit dem renommierten Corporate-Citizenship-Preis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

2011
2011
Gründung „Bit ChoriFeen“

Seit 2011 sind die Mitarbeiterinnen der Brauerei als „Bit ChoriFeen“ musikalisch aktiv und treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Singen nach der Arbeit.

2011
Vertriebsrechte für Benediktiner

Die Bitburger Braugruppe übernimmt die Vertriebsrechte für Benediktiner im Auftrag der Benediktiner Weißbräu GmbH.

2013
2013
Einführung der Bitburger Fassbrause

2013 ergänzte die Bitburger Brauerei mit Bitburger Fassbrause ihr alkoholfreies Produktportfolio. Bitburger Fassbrause ist ein Erfrischungsgetränk mit Vitaminen und Magnesium, ohne künstliche Farb- und Konservierungsstoffe. Im Handel sind die Geschmacksrichtungen Zitrone, Rhabarber und Waldmeister erhältlich.

2014
2014
Kraft-Wärme-Kopplung zur Eigenstromversorgung

Bitburger nutzt die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung. Für die Eigenstromversorgung der Brauerei ging 2005 das erste rein mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerk in Betrieb, ein zweites, sehr viel größeres, folgte 2014. Heute erzeugt das Unternehmen über 75 Prozent Eigenstrom und erzielt dabei Wirkungsgrade von annähernd 90 Prozent. Damit hat Bitburger das größte Kraft-Wärme-Konzept der Brauindustrie umgesetzt. Das Unternehmen kommt so den Erwartungen der Verbraucher nach, nicht nur ein qualitativ hochwertiges, sondern auch ein möglichst umweltschonendes und nachhaltiges Produkt herzustellen.

2015
2015
Bitburger wird mit Kaiser-Konstantin-Plakette ausgezeichnet

Für ihr nachhaltiges Engagement in der sozialen Kultur- und Sportförderung der Region wurde die Bitburger Brauerei 2015 mit der Kaiser-Konstantin-Plakette ausgezeichnet.

2015
Letzte Überarbeitung des Bitburger Etiketts

2015 fand die letzte Überarbeitung des Bitburger Etiketts statt. Das hochwertige Design spiegelt die lange Brautradition und die besondere Qualität wider, integriert den Bitburger Siegelhopfen in Wort und Bild und greift nun auch wieder die für Bitburger typische Formensprache des „Kenners“ auf. Ebenfalls führt Bitburger innovative Sixpack-Umverpackungen ein.

2016
2016
„Bestes Bier hinsichtlich des besten, einzigartigen Geschmacks“

Seit Ende 2016 steht das neue Markenversprechen „Bestes Bier hinsichtlich des besten, einzigartigen Geschmacks“ im Fokus der Kommunikation. Darauf basierend setzt Bitburger als Deutschlands Fassbiermarke Nummer eins eine neue, zeitgemäße Außenwerbung in den Markenfarben Gold und Weiß um, die die Qualität und Hochwertigkeit der Marke Bitburger betont.

2016
Bau einer neuen Flaschenabfüllanlage in Rekordzeit

Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Abfüllanlagen immer wieder gegen neue, modernere Anlagen ausgetauscht, die die Einführung neuer Fässer, Flaschen und Gebinde ermöglichten und gleichzeitig die hohe Qualität der Produkte auf dem aktuellsten Stand der Technik sicherstellten. In einer Rekordzeit von nur 75 Tagen wurde 2016 die bestehende Flaschenabfüllanlage 2 abgebaut, die Halle aufwändig saniert und eine neue, hochmoderne Anlage montiert. 50.000 Flaschen können hier pro Stunde in bis zu vier verschiedene Flaschenformate abgefüllt werden. Neben kürzeren Produktionszeiten und geringeren Kosten erlauben die neuen Anlagen außerdem eine effizientere Produktion mit einem geringeren Wasser- und Energieverbrauch. Damit stellt die kontinuierliche Anlagenmodernisierung nicht nur eine wichtige Investition in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Brauerei dar, sondern sichert gleichzeitig eine ressourcenschonendere Produktion.

Willkommen in der Welt von Bitburger

Als Deutschlands Fassbiermarke Nr. 1 tragen wir Verantwortung und setzen uns für einen gewissenhaften Umgang mit alkoholischen Getränken ein. Die Website Bitburger.de enthält Informationen über Alkohol. Deshalb bitten wir Sie, folgende Frage zu beantworten:

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